Biography of Karl Radlbeck
Karl Radlbeck kam am 4.4.1884 als Sohn von Emma und Josef Radlbeck zur Welt. Er wuchs mit zwei Geschwistern auf, seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Hedwig und dem älteren Bruder Hans.
Die Familie lebte lange Zeit in der Marktstraße 24. 1900 starben sowohl Karls Vater im Alter von gerade einmal 44 Jahren sowie seine Schwester Hedwig mit erst 32 Jahren. Sein Bruder Hans, der in der Bismarckstraße 1 als Ingenieur eine Kfz-Werkstatt führte, schloss sich frühzeitig der NSDAP an und wurde später Ortsgruppenführer in Lahr.
Am 15.7.1940 wurde Karl Radlbeck aus der Heil- und Pflegeanstalt von einem für die Tötungstransporte genutzten, typischen "Grauen Busse" abgeholt.
Als eines von 10.654 Euthanasieopfern wurde er kurz nach seiner Ankunft in der "Vernichtungsanstalt" Grafeneck auf der Schwäbischen Alb vergast.
Als offizielle Todesursache wurde am 3.8.1940 ein "heftiger epileptischer Anfall" angegeben. Die Ärzte, so die offizielle Angabe, hätten vergeblich versucht, dem Patienten zu helfen.
Für Karl Radlbeck sei sein Tod eine "Erlösung" gewesen.
Der Stolperstein wurde am 12.10.2005 verlegt.
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Thanks to Martin Schreyer, Claudia Körner, Anett Humboldt, Peter Hein and 6 more.Stolpersteine nearby
Emma Dreyfuß50 m
Hans Kroel80 m
Ida Baumert geb. Obert80 m
Berthold Maier90 m
Erich Rothmann120 m
Carl Maier140 m
Sources & Imprint
Stolpersteininitiativen Lahr, Friesenheim, Schuttern, Nonnenweier, Kippenheim
Als kurze Vorabinfo: Grundlagen für die Stolpersteine in Lahr wurden gelegt durch intensive Recherchen und Veröffentlichungen von Hildegard Kattermann. Weiterhin durch intensive Recherchen und Bearbeitung von Gardy Ruder.
Die hier dargestellten Inhalte und Quellenmaterial werden recherchiert, vorbereitet, gesammelt und bereitgestellt durch den Historischen Verein Mitelbaden, Ortsgruppe Geroldsecker Land Projektgruppe Stolpersteine. Intensiv in die Arbeit mit eingebunden sind insbesondere Doris Gerteis, Bertram Bliss sowie durch städtische Unterstützung Elise Voerkel und Thorsten Mietzner vom Stadtarchiv Lahr.
Im Schuljahr 2013/2013 wurde in Zusammenarbeit mit der Schulklasse 10a der Friedrichschule unter Leitung ihrer Lehrerin gemeinsam mit dem Herausgeber Historischer Verein Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldsecker Land mit vielen hier Unerwähnten ein kleines Buch als Anfang der öffentlich zugänglichen Dokumentation der Verfolgung und Ermordung von Lahrer Bürgern während des nazionalsozialistischen Terrorregimes erstellt.
ISBN978-3-89735-865-2.
Aktuell wird an einer erweiterten Neuauflage gearbeitet.
Inzwischen werden hier neben den Stolpersteinen in Lahr auch die der Nachbargemeinden Friesenheim, Schuttern dargestellt und eingepflegt.
Auch die Steine in Schwanau und Kippenheim werden inzwischen mit verortet.
Recht herzlichen Dank für die Zurverfügungstellung der externen Informationen an
- Ekkehard Klem, Friesenheim
- Martin Buttenmüller, Schuttern
- Stolpersteininitiative um Dagmar Frenk sowie Martin Frenk mit Norbert Klein sowie
Pfadfindergruppe Regenbogen, Nonnenweier.
- Jürgen Stude als Vertreter des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim.
Die Stolpersteine in Lahr werden regelmässig in Zusammenarbeit mit Lahrer Schülern gereinigt, seit 2023 führt der Projekttag mit Gruppenarbeit schulübergreifend in die Geschichte ein.
Neben Stolpersteinen sind auch Orte der Erinnerung mit dargestellt, welche im Zusammenhang mit den Stolpersteinen und der Geschichte der Verfolgung relevant sind.
Geschlechts- und Alterszuordnung ist bei Orten der Erinnerung programmbedingt nicht vermeidbar und nicht relevant.
Die Inhalte des Stolpersteine-Guide für Lahr und die oben genannten Umlandgemeinden werden administrativ verwaltet von Bertram Bliss, Fichtestr. 58 in Lahr.
Lahr, den 27.01.2025