Biography of Max Bensinger
Hauptstraße 169: Max Bensinger
Max Bensinger wurde am 1. Juli 1896 in Bodersweier geboren. Seine Eltern waren Karl Bensinger und Bertha Kaufmann. Er war nicht verheiratet.
Von 1915 bis 1918 war Max Bensinger Kriegsteilnehmer und wurde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und der Badischen Silbernen Verdienstmedaille ausgezeichnet.
Max Bensinger arbeitete als selbstständiger Handelsvertreter. Ab Juni 1935 wohnte er in Kehl, wo schon drei Geschwister mit ihren Familien lebten. Zweieinhalb Jahre lang wohnte er in der Hauptstraße 169. Zusammen mit den anderen Kehler Juden wurde er am 10. November 1938, nach der Reichspogromnacht, verhaftet und zur „Schutzhaft“ ins KZ Dachau deportiert.
Am 23. Dezember 1938 kam Max als gebrochener Mensch zurück nach Kehl. Er konnte nicht mehr in seine Wohnung ziehen und kam bei Verwandten und Bekannten unter. Als die gesamte Kehler Bevölkerung am 3. September 1939, zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, evakuiert wurde, zog Max Bensinger nach Frankfurt. Er war Hilfsarbeiter bei der Fa. Telefon und Normalzeit und hatte kaum Vermögen und ein geringes Jahreseinkommen. Von November 1939 bis April 1941 war er Schreinerlehrling bei der Jüdischen Berufsfachschule Frankfurt und wurde von der Reichsvereinigung der Juden unterstützt. Offenbar war damit die Hoffnung auf eine Emigration nach Palästina verbunden. Auch sein Neffe Friedrich Bensinger aus Kehl war an dieser Schule, vermutlich auf Initiative von Max.
Am 15. September 1942 wurde Max Bensinger zusammen mit 1364 anderen Frankfurter Jüdinnen und Juden nach Theresienstadt deportiert. Am 29. Januar 1943 erfolgte die Deportation nach Auschwitz. Dort wurde er ermordet.
Familien von Geschwistern: Kinzigstraße 20 - Kinzigstraße 21 - Spießgasse 9
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Magdalena Rapp230 m
Erich Bensinger370 m
Renate Bensinger450 m
Alfred Rapp550 m
Mayer Rosa740 m
Hans Wertheimer840 m
Sources & Imprint
Arbeitskreis 27. Januar