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Rosa Goldschmidt

Biografie von Rosa und Bernhard Goldschmidt

Rosa Goldschmidt; Moltkestraße 11

Seit 1929 wohnte Rosa Goldschmidt mit ihrem Bruder Bernhard in der Moltkestraße 11. Bernhard Goldschmidt starb am 14. März 1939 in Nienburg, sein Grabstein auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist erhalten. Darauf befindet sich auch die Inschrift „Rosa Goldschmidt *14.8.1871“. Ein Sterbedatum ist nicht vermerkt.
Geboren wurde Rosa Goldschmidt am 14. August 1871 in Stolzenau. Vermutlich zogen die Eltern mit ihr und ihrem Bruder Bernhard 1874 nach Nienburg. 1928 stellte Bernhard Goldschmidt einen Antrag für den Neubau eines Wohnhauses an der Moltkestraße 11. Ein Jahr später zogen die Geschwister Goldschmidt ein. Am 19. August 1941 musste Rosa Goldschmidt im Alter von 70 Jahren in ein „Judenhaus“ nach Hannover ziehen. Gerade einmal drei Quadratmeter wurden den Menschen hier zugestanden. Nach Räumung des Gebäudes wurde sie mit anderen jüdischen Frauen, Kindern und Männern nach Hannover-Ahlem gebracht. Schließlich pferchten am
15. Dezember 1941 die SS und Schutzpolizei 1001 Menschen, darunter Rosa Goldschmidt, in einen Zug mit Ziel Riga: drei Tage Fahrt ohne Waschmöglichkeit,
ohne Heizung im Waggon. Verpflegung und Toiletten reichten nicht aus.
Rosa Goldschmidt wurde in Riga ermordet. Nur 69 der aus Hannover deportierten Personen überlebten den Holocaust.

Seit dem 10. März 2014 erinnert ein Stolperstein an Rosa Goldschmidt.

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