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Alois Timmesfeld

Biography of Alois Timmesfeld

Bergstraße 3

Alois Timmesfeld, geboren am 24. April 1920 in Düsseldorf-Rath gehörte als gläubiger Katholik einer Gruppe junger Menschen an, die sich nicht vom Nationalsozialismus vereinnahmen ließen und auch den Militarismus ablehnten. Schon vor 1940 hatte er an verbotenen Zusammenkünften der katholischen Jugend in Düsseldorf teilgenommen, die von der Gestapo beobachtet wurden. Auch andere aus der Gruppe wurden verfolgt und bekamen die Repressalien des Unrechtsstaates zu spüren. Ein Pfarrer, der Alois Timmesfeld als 16-jährigen kennen gelernt hatte, beschrieb ihn später als einen tief veranlagten Menschen mit eigenständigem Denken, als freie Persönlichkeit, der unter der Gewaltherrschaft seelisch gelitten hat.
Alois Timmesfeld schrieb Gedichte, konnte sie aber zunächst nicht veröffentlichen, weil er es ablehnte, Mitglied der Reichskulturkammer zu werden. 1942 wurden dann doch vier gedruckt in der Sammlung „Jugendliches Trio“, erschienen in der Zeitschrift „Das Gedicht. Blätter für die Dichtung“.
Er war bereits als Soldat eingezogen, als er 1941 Anneliese Muth aus Dietkirchen heiratete. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor. Die Familie wohnte bis 1943 in Berlin und wurde dann nach Limburg evakuiert.
An Weihnachten 1944 äußerte Alois Timmesfeld gegenüber einem Gesinnungsge-nossen, dass ohne aktiven persönlichen Einsatz eine Änderung der derzeitigen Verhältnisse nicht zu erwarten sei. Aus dieser Überzeugung heraus entzog er sich dem Kriegsdienst, wurde aber gestellt und am 27. April 1945 in Hundhübel im Erzgebirge standrechtlich erschossen. Gegenüber dem Geistlichen, der als letzter mit ihm sprach, nannte Alois Timmesfeld den Nationalsozialismus eine satanische Macht.
Ein Jahr später gedachten die Hundhübeler Bürger Alois Timmesfeld mit einer Ge-denkfeier an seinem Grab.

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