Biography of Berta Schaumburger geb. Rosenthal
Fleischgasse 18/20
Berta Schaumburger geb. Rosenthal
Geboren 19. Mai 1864 in Gemünden
Ermordet am 17. November 1942 in Theresienstadt
Fleischgasse 18/20
Berta Schaumburger geb. Rosenthal wurde am 19. Mai 1864 in Gemünden geboren. Sie heiratete den Metzger Ferdinand Schaumburger, mit dem zusammen sie in der Brückengasse eine Metzgerei betrieb. Ferdinand Schaumburger starb bereits 1909 im Alter von 47 Jahren. Berta Schaumburger zeigte sich in diesem Augenblick als sehr tatkräftig, denn am Tag nach der Beerdigung gab sie per Zeitungsannonce bekannt, dass sie das Geschäft im Sinne ihres verstorbenen Mannes weiterführen würde. Wenige Wochen später eröffnete sie in der Barfüßerstraße eine neue Filiale.
Seit 1919 lebte Berta Schaumburger im Haus ihrer Tochter Johanna und ihres Schwiegersohns Georg Litzinger in der Fleischgasse 18/20.
Sie engagierte sich im Israelitischen Frauen-Verein Limburg. Im Oktober 1939 war sie gezwungen, im Alter von 75 Jahren Limburg zu verlassen und nach Frankfurt zu ziehen. Hier lebte sie zuletzt im jüdischen Altersheim in der Wöhlerstraße. Ihre Enkelin Johanna besuchte sie hier häufig und berichtete später, dass ihre Großmutter den gelben Stern getragen hatte. Am 19. August 1942 wurde Bertha Schaumburger mit dem Transport XII/1 nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 17. November 1942 starb. Als offizielle Todesursache wurde Herzlähmung angegeben.
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