Biography of Johann Frehse
Johann Frehse wurde im Januar 1886 als Sohn einer Landarbeiterfamilie in Bantow geboren. Später lebte der gelernter Schiffszimmermann in Wismar und arbeitete als Fischer.
Sein Leben wurde schon früh durch seine Kriegsinvalidität eingeschränkt, im 1. Weltkrieg verlor er seine linke Hand und sein linkes Augenlicht. Geprägt durch die Kriegserlebnisse nahm Frehse an antifaschistischen Aktionen teil.
Auch nach der Machtübernahme der Nazis blieb er in der KPD und wechselte in den Widerstand. Aus diesem Grund wurde er am 6. Dezember 1934 im Zuge eines Hochverratsprozesses zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Frehse war unter anderem daran beteiligt, Parteigenossen mit seinem Fischerboot nach Dänemark ins Exil zu bringen. Darunter war am 5. Mai 1934 Franz Jakubek, der Vorsitzende der Wismarer Ortsgruppe. Bei dem Versuch wurden sie aufgegriffen und Frehse musste eine Haftstrafe in Dreibergen-Bützow absitzen. Danach kehrte er wieder nach Wismar zurück, wo er bis 1939 mit seiner Familie lebte. In diesem Jahr wurde er erneut verhaftet und in das KZ Sachsenhausen überführt.
Am 29. August wurde er nach Dachau überführt und am 20. Januar 1942 in der Tötungsanstalt Schloß Hartheim vergast.
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