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Max Ehrlich

Biography of Max Ehrlich

Max Ehrlich wurde am 26. Dezember 1873 in Sonnenburg (bei Halberstadt) geboren. Seine Eltern waren Friedemann Ehrlich (1843 bis 1915) und Fanny Ehrlich, geborene Abrahamsohn (1843 - 1889). Als er 16 Jahre alt war, starb seine Mutter.
Der spätere Kaufmann heiratet 1898 in Berlin die 1874 in Sonnenburg geborene Sara Prager und gründete dort eine Familie. 1904 wurde die Tochter Paula, 1910 der Sohn Kurt geboren. 1927 wurde die Ehe geschieden. Max Ehrlich zog mit seinem Sohn um das Jahr 1930 nach Wismar. Hier wohnte er in der Dankwartstraße 35 und arbeitete als Verkäufer. Er gehörte der israelitischen Gemeinde Schwerin an.

Während des Novemberprogroms 1938 wurde Max Ehrlich so wie andere Wismarer Juden verhaftet und für etwa eine Woche im Zuchthaus Neustrelitz-Strelitz festgehalten. Nach seiner Entlassung kehrte er zunächst nach Wismar zurück, stellte aber fest, dass ihm hier die Lebensgrundlagen entzogen wurden. So zog er in der Hoffnung, die Anonymität der Großstadt werde sein Leben erleichtern, 1940 nach er nach Hamburg und war dort im Haus Jungfrauenthal 37 gemeldet. Auf der Kultursteuerkarte der Israelitischen Gemeinde Hamburg ist für das Jahr 1940 noch seine Beitragspflicht bei der Israelitischen Gemeinde Rostock festgehalten.
Am 26. Juni 1941 zog Max Ehrlich - in Begleitung der 82jährigen Bertha Juchenheim - von Hamburg nach Bremen. Dort war er in Bremen-Aumund bei der Familie Arthur Cohen gemeldet, die dort aus Wilhelmshaven vertrieben, in sehr beengten Verhältnissen lebte. Arthur Cohen war Bertha Juchenheims Neffe. Am 8. Juli 1941 zog er wiederum in Begleitung von Bertha Juchenheim von Bremen zurück nach Hamburg und wurde im "Judenhaus" in der Schäferkampsallee 27 untergebracht, von wo er am 16. Juli 1941 nach Theresienstadt deportiert wurde. Von Theresienstadt ging es am 21. September 1942 auf einem 1985 Personen umfassenden Transport nach Treblinka. Alle mit diesem Transport Deportierten wurden ermordert.

Max Ehrlich wurde 68 Jahre alt.

In dem 1939 in Shanghai erschienenden "Emigrantenadressbuch" ist ein "Ehrlich, Kurt, Berlin, Kfm." verzeichnet. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich dabei um Max Ehrlichs Sohn handelt.

Treblinka
Vom 22. Juli 1942 bis 21. August 1943 wurden dort zwischen 700.000 und 1,1 Millionen Menschen ermordet.

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