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Rosette Martha Löwenstein

Biography of Rosette Martha Löwenstein

Rosette Martha Löwenstein wurde am 22. Oktober 1879 in Brinkum in ihrem Elternhaus Brinkum Nr. 170 geboren und ist dort gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder Bernhard aufgewachsen, der als Folge einer Kinderkrankheit eine geistige Behinderung davontrug.

Ihre Eltern waren Benjamin Siegfried Cohn aus Brinkum und Caroline Israel aus Jever. Sie betrieben in dem Haus eine Schlachterei, die von ihrem Schwiegersohn weiterbetrieben wurde.

1908 hatte Martha Löwenstein den Schlachter Albert Löwenstein aus Bad Rehburg geheiratet.
Aus dieser Ehe gingen die Kinder Siegfried, Max Arnold und Lina hervor, die alle in die USA ausgewandert sind und dort unter anderen Namen ein neues Leben begannen:

Nach dem Tod von Albert Löwenstein im Herbst 1915 in Frankreich wurde die Schlachterei verpachtet. Im Rahmen der sog. „Arisierungsgesetze“ mussten das Geschäft und das Haus zum 1. November 1937 an den Pächter verkauft werden.

Nach der Unterbringung ihres Bruders Bernhard in einem jüdischen Dauerwohnheim in Berlin-Weissensee zog sie selbst am 29.10.1937 in ein jüdisches Altersheim in Emden. Ihr Bruder Bernhard verstarb am 18. Dezember 1940 in Weissensee, überlebende Bewohner wurden 1942 nach Minsk deportiert.

Wie vielen anderen jüdischen Mitbürgern blieb ihr auch das Schicksal der Deportation nicht erspart. Alle 122 Bewohner*innen des Altersheimes in Emden wurden am 23.10.1941 über Berlin (24.10.1941) in das Ghetto Lódz deportiert. Von dort erfolgte am 12. Mai 1942 eine erneute Deportation in das nicht weit entfernte Vernichtungslager Kulmhof/Chelmno, wo sie noch am gleichen Tag in der Gaskammer ermordet wurde.

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