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Ernst Wilhelm von Bargen

Biography of Ernst Wilhelm von Bargen

Ernst Wil­helm von Bar­gen/​Ju­ni­or

geb.: 8.1.1909

Wohn­ort 1938: Rit­ter­hu­de, Hin­ter dem Kie­pel­berg 192* (heu­te Rings­tr.13)

Im Fe­bru­ar 1946 er­klär­te Ernst von Bar­gen/​Se­ni­or ge­gen­über der Ge­mein­de Rit­ter­hu­de, dass sein Sohn Ernst Wil­helm von Bar­gen von der Ge­sta­po um­ge­bracht wor­den wäre.

In der Aus­sa­ge führ­te von Bar­gen aus, dass sein Sohn am 4.2.1942 von der Ge­sta­po ver­haf­tet wor­den wäre, da die­ser an­geb­lich die Ar­beit ver­wei­gert hät­te. Sein Sohn, so von Bar­gen, war u.a. bei der AG We­ser be­schäf­tigt. Eine vor­zu­neh­men­de Dienst­ver­pflich­tung für den Ar­beits­ein­satz in Frank­reich hät­te sein Sohn ab­ge­lehnt. Ihm wäre durch ei­nen An­ge­stell­ten der AG We­ser er­klärt wor­den, dass sein Sohn die Ar­beit ver­wei­ge­re und er des­halb der Ge­sta­po ge­mel­det wor­den wäre. Wei­ter er­klär­te man ihm, dass sein Sohn nach 3-tä­gi­ger U-Haft im Bre­mer Os­ter­tor ins Ar­beits­er­zie­hungs­la­ger Bre­men-Far­ge ge­bracht wor­den wäre. Die Ent­las­sung sei für den 10.März 1942 vor­ge­se­hen. Als sein Sohn zu die­sem Zeit­punkt nicht zu­rück­kam, er­fuhr er auf Nach­fra­ge von der Ge­sta­po in Bre­men, dass sein Sohn tot wäre. Von Bar­gen Ju­ni­or wur­de nach Aus­sa­ge des Va­ters auf dem Fried­hof in Rit­ter­hu­de bei­ge­setzt. Dazu er­klär­te in ei­ner be­glau­big­ten Aus­sa­ge von Bar­gens Nach­bar Hin­rich Pop­pen:

„Ich er­hielt am 14.3.1942 von mei­nem Nach­barn Ernst von Bar­gen sen. den Auf­trag, die Lei­che sei­nes Soh­nes… aus dem städ­ti­schen Kran­ken­haus pa­tho­lo­gi­sches In­sti­tut zu ho­len. Ich habe dort die Lei­che, wel­che frei­lag, ge­se­hen und fest­ge­stellt, daß die Schä­del­de­cke ge­näht war. An der lin­ken und rech­ten Schlä­fe be­fand sich je eine blut­ver­krus­te­te Wun­de von 1cm-Durch­mes­ser.“(1)

Ernst Wil­helm von Bar­gen kam am 8.3.1942 im Ma­ri­ne­ge­mein­schafts­la­ger Neu­en­kir­chen um. Auf dem Ge­län­de be­fand sich in ab­ge­trenn­ten Ba­ra­cken zwi­schen 1940 bis 1943 das Ar­beits­er­zie­hungs­la­ger Far­ge,

Au­tor: Man­fred Ban­now

Anm: (1) Nie­der­säch­si­sches Lan­des­ar­chiv/​Sta­de Rep.210-Nr.869

*Die An­schrift ist dem Adreß­buch für den Kreis Os­ter­holz-Blu­men­thal aus dem Jahr 1938 ent­nom­men

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