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Katharina Waldi

Biography of Katharina Waldi

Katharina Waldi, geb. Wolff
(wohnhaft Hauptstraße 14, Schopfheim)

• * 19, Februar 1890, Darmstadt
• + 29. November 1944, Schopfheim
Vater: Rudolf Wolff, Darmstadt
Mutter: Klara Wolff, geb. Elkan
Lebten in Düsseldorf, führten dort ein Pelzgeschäft, waren jüdischer Abstammung.

Katharina Wolff und ihr zukünftiger Ehemann, Dr. Karl Waldi, * 5. Juli 1879, lernten sich in Heidelberg kennen. Dr. Waldi hatte dort Jura studiert. 1907 ließ er sich als Rechtsanwalt in Schopfheim nieder.
1909 Heirat und Katharina Waldi zog nach Schopfheim.
1914 wurde das Haus gebaut, Hauptstr. 14, für die sich vergrößernde Familie. Drei Kinder kamen zur Welt:
• 5.12.1909 Sohn Herbert, mit 18 Jahren verstorben.
• 20.02.1916 Sohn Dieter.
• 11.05 1922 Tochter Gisela, verheiratete Kreuer, die Mutter von Frau Veronika Kreuer-Richon, die heute im Elsass lebt.

Katharina Waldi war ein Kind aus einem begüterten und behüteten Elternhaus, humorvoll und großzügig. Sie war begabt für Sprachen, für Musik, spielte Klavier und hatte eine ausgebildete Gesangsstimme und war vor allem eine liebevolle Mutter. Sie ist gern geritten und war gut in der Stadt integriert.

Es gibt eine Broschüre, einen vom Verkehrsverein Schopfheim aus dem Jahr 1916 herausgegebenen „Führer von Schopfheim“, gedruckt von der Druckerei Ühlin, bei dem sie mitgearbeitet hat.
Sie hat sich auch das Schreibmaschinenschreiben mit dem 10-Fingersystem beigebracht, um ihrem Mann in der Anwaltskanzlei zu helfen.

Katharina Waldi wollte in die Schweiz fliehen, aber es kam nicht mehr dazu.
Am 28. November 1944 wurde sie von der Gestapo abgeholt. Sie war zu dieser Zeit allein im Haus. In der Arrestzelle im Schopfheimer Rathaus hat sie sich das Leben genommen. Sie wusste, was sie erwartete. Es war die Flucht in den Tod.

Dr. Waldi war schon in der Schweiz, als er vom Suizid seiner Frau erfuhr. Von diesem Tag an war er ein anderer Mensch. Am 23.12.1964 wurde er von einem Auto angefahren. Bis zu diesem Unfall hat er in seinem Haus in der Hauptstraße 14 gewohnt. Er starb am 9. Januar 1965.

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