Biography of Sofia Belkina, Andrej Kowaliow and Johann Lubela
Heutige Adresse: Breslauer Straße 19
Sofija Belkina
Geboren 1867 in Kukujewo (Sowjetunion) gestorben 1945 in Esslingen.
Die Verlegung des Stolpersteins für Sofija Belkina geht auf das Engagement von Schülerinnen und Schülern in 2 Geschichtskursen der Oberstufe des Theodor-Heuss-Gymnasium im Schuljahr 2012/13 zurück.
Der Verlegungsort weist darauf hin, dass das „Ostarbeiter Lager der Deutschen Reichsbahn“ gegenüber der Ziegelei, Schorndorfer Straße 21 auch einen Teil des Geländes des heutigen Theodor-Heuss-Gymnasiums einnahm. In der Barackensiedlung waren ab 1941 rund 100 russische Personen untergebracht, darunter die 1867 in Kukujewo in Russland geborene Sofija Belkina. Sie kam 1941 oder 1942 nach Deutschland. Über ihre Zeit in Gefangenschaft ist nichts bekannt. Es gibt von ihr nur die Sterbeurkunde vom Januar 1945 in der angegeben wird, dass die Witwe aus „Altersschwäche“ verstorben sei.
Andrej Kowaliow
Geboren 1924 in Sechuki, Sowjetunion, gestorben 22.Oktober 1944 in Esslingen.
Die Verlegung des Stolpersteins für Andrej Kowaliow geht auf das Engagement von Schülerinnen und Schülern in 2 Geschichtskursen der Oberstufe des Theodor-Heuss-Gymnasiums im Schuljahr 2012/13 zurück.
Der Verlegungsort weist darauf hin, dass das „Ostarbeiter Lager der Deutschen Reichsbahn“ gegenüber der damaligen Ziegelei in der Schorndorfer Straße 21 auch einen Teil des Geländes des heutigen Theodor-Heuss-Gymnasium einnahm. In der Barackensiedlung waren ab 1941 rund 100 russische Personen untergebracht.
Andrej Kowaliow wurde als Zwangsarbeiter vom Reichsbahn Ausbesserungswerk (RAW) an der Rennstraße in Esslingen angefordert. Er arbeitete dort als Hilfsschlosser. Infolge des 16. feindlichen Luftangriffs auf Esslingen am 20. Oktober 1944 kam er ums Leben. Er wurde gerade einmal 20 Jahre alt.
Ausländer waren solchen Gefahren vielfach mehr ausgesetzt als die deutsche Zivilbevölkerung. Die Rüstungsindustrie, häufig der Arbeitsplatz der Zwangsarbeiter, war bevorzugtes Angriffsziel. Die Zuflucht in Schutzkellern war Zwangsarbeitern verwehrt.
Bei diesem überraschenden Angriff von 4 amerikanischen Fliegern auf die Eisenbahn kamen 13 Zwangsarbeiter und 4 deutsche Schlosser des RAW zu Tode. Insgesamt gab es 57 Verwunderte, 32 „Zivilpersonen“ und 25 „Ausländer“.
Johann Lubela
Geboren 1915 in Molnikow, Sowjetunion, gestorben 22.Oktober 1944 in Esslingen.Die Verlegung des Stolpersteins für Johann Lubela geht auf das Engagement von Schülerinnen und Schülern in 2 Geschichtskursen der Oberstufe des Theodor-Heuss-Gymnasiums im Schuljahr 2012/13 zurück.
Der Verlegungsort weist darauf hin, dass das „Ostarbeiter Lager der Deutschen Reichsbahn“ gegenüber der damaligen Ziegelei in der Schorndorfer Straße 21 auch einen Teil des Geländes des heutigen Theodor-Heuss-Gymnasium einnahm. In der Barackensiedlung waren ab 1941 rund 100 russische Personen untergebracht.
Johann Lubela war verheiratet und war gelernter Kesselschmid.
Als Zwangsarbeiter wurde er vom Reichsbahn Ausbesserungswerk (RAW) an der Rennstraße in Esslingen angefordert und kam während der Arbeit infolge des 16. feindlichen Luftangriffs auf Esslingen am 20. Oktober 1944 ums Leben.
Ausländer waren solchen Gefahren vielfach mehr ausgesetzt als die deutsche Zivilbevölkerung. Die Rüstungsindustrie, häufig der Arbeitsplatz der Zwangsarbeiter, war bevorzugtes Angriffsziel. Die Zuflucht in Schutzkellern war Zwangsarbeitern verwehrt.
Bei diesem überraschenden Angriff von 4 amerikanischen Fliegern auf die Eisenbahn kamen 13 Zwangsarbeiter und 4 deutsche Schlosser des RAW zu Tode. Insgesamt gab es 57 Verwunderte, 32 „Zivilpersonen“ und 25 „Ausländer“.
Quelle:
Zwangsarbeiter in Esslingen 139 - 1945, Elisabeth Timm
DENK-ZEICHEN e.V. Esslingen
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