Biography of Emil Löb
Emil Löb
Emil Löb wurde am 29. März 1892 in der Lautertalstraße in Lauterecken geboren. Seine Eltern waren der Kaufmann Mayer Löb und Amalie Löb, geborene Oppenheimer. Emil besuchte von 1898 bis 1902 die Volksschule in Lauterecken und wechselte dann zunächst auf die Lateinschule in Homburg und später die Realschule in Zweibrücken. Nach seinem Schulabschluss besuchte er in Mannheim die Handelsschule und wurde ebenfalls Kaufmann (im Fruchtgeschäft). In Lauterecken war er gut integriert und wurde geschätzt. Seine Schwester Jenny Nesseler lebte mit ihrer Familie ebenfalls in Lauterecken, sowie sein Cousin Albert Löb mit seiner Familie.
Vom 5. Oktober 1914 bis zum 19.11.1918 war er beim Militär verpflichtet. Am 20. August 1915 wird er zum Vizefeldwebel der Reserve des bayrischen Infanterie-Regiment in der 7. Kompagnie ernannt. Nach seinem Einsatz in Flandern wird er ab 1917 in Frankreich eigesetzt und 1918 nach Jahren sehr guter Führung aus dem Generaldienst entlassen. Von da an lebt er wieder in Lauterecken, bis er am 16. September 1926 nach Mannheim zog, wo er bis ungefähr 1933 als selbstständiger Immobilienmakler arbeitete. Dort heiratete er auch Cornelia Feibelmann, mit der er eine Tochter, Ruth Löb, hatte.
Die letzte bekannte Meldeadresse vor seiner Deportation, vermutlich nach Theresienstadt, war P 5-11 in Mannheim. Aufgrund der der polizeilichen Angabe, dass Emil Löb polizeilich unbekannt/verschollen sei, lässt sich annehmen, dass er am 16. Juni 1943 in Theresienstadt starb.
Cornelia Löb starb bereits am 20. Oktober 1942, ebenfalls in Theresienstadt. Die Tochter Ruth konnte als Verschickungskind nach Schottland kommen und überlebte den Krieg. Sie verstarb am 28. Mai 2020 im Alter von 94 Jahren in New York.
Bearbeiterin: Sarah Kriese, Lauterecken, 2022
Quellen & Literatur:
Akten aus dem Hauptstaatsarchiv München, 329-58248
Akten aus dem Generallandesarchiv Karlsruhe, 480-36122, 480-32293
Sammlung Stadtarchiv Lauterecken
"Ehemalige Synagoge Odenbach. Schalom, Begleit-Broschüre zur Ausstellung", 2022, S. 17-23
"Wege - der Erinnerung. Jüdisches Leben in Niedereisenbach, Offenbach, Grumbach, Lauterecken, Medard, Odenbach". Initiative "Tol(l)eranz - find ich gut", 2. Auflage 2017, S. 26f.
Media
Photos
Free thanks to your help
This biography is free to read. If you like the Stolpersteine Guide, we would be glad of a small contribution.
Thanks to Martin Schreyer, Claudia Körner, Anett Humboldt, Peter Hein and 6 more.Stolpersteine nearby
Walter Nesseler< 10 m
Albert Löb< 10 m
August Samuel Spiegel50 m
Otto Frank50 m
Johan (Jan) Lichowski50 m
Alma Herz (Relsberg)8.4 km
Sources & Imprint
Haupstraße 49
67742 Lauterecken
Internet: www. lauterecken.de
E-Mail: stadthaus@lauterecken.de
Stadtarchiv Lauterecken
Jan Fickert M.A.
E-Mail: jf.lauterecken@t-online.de
Bearbeitung: Sarah Kriese, Angelina Fritz, Jan Fickert
(C) Projekt 2022-2023 in Kooperation mit der Prot. Kirchengemeinde Lauterecken, den Ortsgemeinden Lauterecken und Relsberg sowie der Aktion "Partnerschaft für Demokratie des Landkreises Kusel" im Bundesprogramm "Demokratie leben!"