Biography of Max Braitsch
Max Braitsch wurde am 9. Oktober 1901 in Aichhalden/Kreis Rottweil geboren. Er hatte 4 Geschwister, die alle Fabrikarbeiter waren. Sein Vater Heinrich Braitsch war Wagner, der schon 1920 starb.
Max Braitsch besuchte 7 Jahre die Volksschule in Aichhalden, daneben half er in der kleinen Landwirtschaft (11 Morgen) seines Vaters aus. Mit 14 Jahren ging er in die Junghans-Uhrenfabrik in Schramberg als Hilfsarbeiter, danach war er bis 1924 in der Uhrenfabrik Landenberger in Schramberg tätig. 1924 zog er nach Konstanz und nahm eine Tätigkeit als Hilfsarbeiter (Färber) bei Herose an.
Am 28. April 1928 heiratete er Maria Wachendorfer; die Ehe blieb kinderlos. Seine Frau arbeitete als Kellnerin.
Wegen seiner schwachen körperlichen Konstitution war er vom Militärdienst befreit. 1931 trat Braitsch in die KPD ein.
Am 11. Nov. 1939 wurde Braitsch in Konstanz Schutzhaft genommen und am 18. März 1940 ins Zuchthaus Ludwigsburg verlegt. Am 8. April 1940 wurde ihm vor dem Oberlandesgericht Stuttgart der Prozess gemacht. Die Anklage warf ihm vor, ausländische Sender abgehört zu haben und als Kassierer für die verbotene KPD tätig gewesen zu sein. Die KPD-Mitgliedsmarken seien als Mitglieds-marken eines „Weltsparrabattvereins" getarnt. Daneben habe er auch für die verbotene „Rote Hilfe" Geld gesammelt.
Max Braitsch wurde zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt; zur Verbüßung seiner Strafe wurde er über das Polizeigefängnis Hamm ins Straflager II Aschendorfermoor im Emsland überstellt. Auf Grund seines schlechten Gesundheitszustandes wurde er am 9. Juli 1940 nach Ludwigsburg verlegt. 1943 wurde er einem Sonderkommando zur Beseitigung von Blindgängern zugeteilt. Am 20. März 1944 wurde er begnadigt und mit Bewährungsauflagen bis zum 28. Februar 1947 belegt. Zurück in Konstanz, arbeitete er im Gaswerk als Ofenwärter.
Er war 4 Jahre, 4 Monate und 9 Tage in Haft.
Max Braitsch starb am 9. August 1966 in Konstanz.
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