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Ehepaar Isacson

Biography of Isidor and Flora Isacson

Ringstraße ... Hier wohnte das Ehepaar Isacson

Isidor Isaacksohn, der seinen Namen zu einem frühen, aber nicht bekannten Zeitpunkt in Isacson änderte, wurde am 15. September 1875 in Libau geboren. Er war mit Flora, geborene Masur, geboren am 7. Dezember 1876 in Lissau-Posen, verheiratet. Die ursprünglich aus Russland stammende Familie Isacson ging schon vor 1900 nach Rotterdam. Dort wurde am 20. Dezember 1900 die älteste Tochter Betty geboren. Das Ehepaar Isacson siedelte dann nach Gelsenkirchen über. Betty Isacson heiratete am 23. Januar 1921 in Gelsenkirchen Leo Gompertz. Das Ehepaar Isacson hatte insgesamt sechs Kinder: die bereits erwähnte Betty, Rita und Fella und die Söhne Herbert, Max und Louis - die Kinder überlebten den Holocaust.

Ab 1923 baute Isidor Isacson in Gelsenkirchen eine Fisch-Großhandlung auf, die u.a. Einzelhandels-filialen in Essen und Bochum betrieb, ein Laden-geschäft befand sich in Gelsenkirchen an der Ringstrasse 4, Ecke Waldstrasse (heute Im Kerkenbusch). Die Besitzanteile der "Fisch-Engros I. Isacson" zum Zeitpunkt der Gründung verteilten sich wie folgt: Isidor Isacson 50%, Sohn Herbert 25% und Samuel van Ments, ein jüdischer Geschäftsmann aus den Niederlanden, hielt die restlichen 25 %.

Am 25. April 1933 "verkauften" Isidor und sein Sohn Herbert ihre Unternehmensanteile, führten aber als "unkündbare" Angestellte gegen Entgelt den Betrieb weiter. Unmittelbar nach dem Verkauf wurde das Unternehmen in "FISCHHAGE FISCHHANDELS-GESELLSCHAFT M.B.H." umbenannt. Neben dem florierenden Geschäftsbetrieb verfügte die Familie Isacson auch über umfangreichen Immobilienbesitz in Gelsenkirchen. Die "Arisierung" des Geschäftes und die Enteigung des Besitzes der Familie Isacson begann bereits im Frühjahr 1933 und vollzog sich über einen längeren Zeitraum bis 1937.

Isidor Isacson versuchte 1936 unter dem zunehmenden Verfolgungsdruck durch das NS-Regime Visa für die Flucht der Familiein die USA zu bekommen, was ihm jedoch nicht gelang. Die Familie flüchtete dann 1936/37 in die Nieder-lande. In Gelsenkirchen wurde derweil die endgültige "Arisierung" des Besitzes der Familie Isacson abgewickelt. Das Ehepaar Isacson wurde schließlich von den NS-Verfolgungsbehörden in den Niederlanden verhaftet und im Lager Westerbork interniert. Von dort wurden Isidor und Flora Isacson am 25. Mai 1943 in das Vernichtungslager Sobibor verschleppt und am 28. Mai - dem Tag der Ankunft in Sobibor - in der Gaskammer ermordet.

Die Patenschaft für die Stolpersteine, die dem Ehepaar Isacson gewidmet werden, hat Else Rogalla übernommen.

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