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Hulda Silberberg

Biography of Hulda Silberberg

Bochumer Straße 45 ... Hier wohnte Hulda Silberberg

Hulda Silberberg, einzige Schwester des Vaters von Helmut Silberberg, der nach 1945 den Namen Ed Silverberg annahm und heute in den USA lebt, wurde von den Nazis in den Tod getrieben. Hulda Silberberg wollte als einziges Mitglied der Familie Silber-berg Gelsenkirchen nicht verlassen. Angesichts der bevorstehenden Deportation wählte sie am 3. Januar 1942 im Alter von 58 Jahren die Flucht in den Tod. Nach Kenntnis von Ed Silverberg stach sich seine Tante Hulda eine Gabel in die Halsschlagader, dass hatten ihm Überlebende erzählt.

Hulda Silberberg wurde auf dem jüdischen Friedhof in Gelsenkirchen-Ückendorf begraben. Der "Deutsche Reichsanzeiger" vom 31. Mai 1943 veröffentlichte ihre Enteignung: "Hulda Silberberg, geboren am 24.05.1883 in Schubin, Vermerk "Jüdin". Da war Hulda Silberberg bereits über ein Jahr tot.

Am 4. Juli 1939 schreibt Salomon Silberberg eine Postkarte aus London an seine Schwester Hulda Silberberg in Gelsenkirchen. Auf der Rückseite der Postkarte teilt er ihr mit, dass er an die Devisenstelle geschrieben hat und um Überweisung von 300 M an seine Schwester bittet. Jedoch hat die Schwester weder die Postkarte noch die Zahlung je erhalten. Nach der NS-Gesetzgebung verlor ein Jude „mit der Verlegung des gewöhnlichen Aufenthalts ins Ausland“ die Staatsangehörigkeit, zugleich verfiel sein Vermögen dem "Deutschen Reich". Darauf bezog sich die Devisenstelle beim OFP Berlin-Brandenburg und blockierte die Zahlungen Salomon Silberbergs an seine Schwester Hulda. Die Karte wurde zufällig in den Akten zur Ausbürgerung von Salomon Silberberg gefunden.

Ed Silverberg schreibt in einem Brief an Gelsenzentrum e.V. : "Tante Hulda war niemals verheiratet und wurde von ihren Brüdern unterstützt. Als Kind, und auch als Schuljunge habe ich sie oft auf der Bochumer Strasse getroffen. Jedes mal bekam ich von ihr 10 Pfennige für Laugenbretzel, die ich mir dann am Bahnhof kaufte. Ich kann mich erinnern, dass mein Vater und Onkel Hermann Silberberg sie öfters besuchten. Mein Cousin Erich und seine Eltern bekamen Visa für Bolivien und wollten Tante Hulda mitnehmen, sie aber hat sich geweigert und wollte in Gelsenkirchen bleiben".

Nach der Verlegung des Stolpersteins für Hulda Silberberg im Sommer 2010 starb ihr Neffe, kurz vor seinem Tod schrieb er: (...) Als Neffe von Hulda Silberberg, jetzt in meinem 93. Jahr war ich sehr dankbar die Bilder von der Setzung des Stolpersteines fuer meine Tante Hulda Silberberg zu erhalten, die auch fuer meine Kinder von Interesse sind. Ihre Arbeit wird von mir hoch anerkannt.

Mit freundlichen Gruessen, Rudi Simmonds (Silberberg)

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