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Kasernenstr. 17: Emmy Marx

Biography of Emmy Marx

Emmy Marx wurde am 1. März 1886 als Tochter des Schuhwarenhändlers Philipp Schönfeld und seiner Frau Henriette in Mainz geboren.
Sie verheiratete sich vor dem Ersten Weltkrieg mit Gabriel Marx und zog mit ihm nach Erfurt, wo sie am 24. Oktober 1914 ihre Tochter Ruth zur Welt brachte. Die kleine Familie blieb in der thüringischen Stadt wohnen, wo Gabriel Marx schon im Oktober 1931 starb.
Ende 1933 war sie Kehl ansässig.
Ob Emmy Marx ihren Beruf als Schuhverkäuferin hier jemals ausgeübt hat, ist ungewiss. Offenbar war sie nur noch als Haushälterin tätig, bis sie zusammen mit den anderen noch in Kehl verbliebenen Jüdinnen und Juden am 22. Oktober 1940 nach Gurs in Südfrankreich deportiert wurde.
Die nächste Nachricht ist, dass sie am 25. März 1943 in Lannemezan starb. Dieser Ort liegt ebenfalls in den Pyrenäen, ca. 120 km von Gurs entfernt. Es gab auch dort ein Internierungslager und es ist davon auszugehen, dass Emmy Marx in dieses Lager verlegt worden war. Auf jeden Fall muss sie Gurs schon vor August 1942 verlassen haben, da sie sonst sicherlich zusammen mit den anderen dort verbliebenen Jüdinnen und Juden über Drancy nach Auschwitz deportiert und dort ermordet worden wäre.
Am 10. Oktober 2013 wurde im Gedenken an Emmy Marx ein Stolperstein verlegt:

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