Biography of Isser and Helene Gutter
Gustav-Adolf-Str. 34
Helene und Isidor Gutter
Isser Isidor Gutter wurde am 25.12.1885 in Chrzanow geboren, seine Frau Helene Triebwasser am 14.1.1988 in Rudki. Im Jahr 1912 heirateten sie. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor, wobei eine Tochter bereits kurz nach der Geburt starb.
Isidor Gutter gründete im Jahr 1910 mit seinem zukünftigen Schwager Szaja Buchsbaum ein Geschäft für Bett- und Tischwäsche. Bis 1938 bestand die Wäschefabrik „Gutter & Buchsbaum“ mit mehreren Filialen in der Innenstadt. Nach der Pogromnacht gehörte Isidor Gutter zu den mutigen polnischen Juden, die am 25.11.1938 die Wiedereröffnung der Tiktiner Synagoge in der Richard-Wagner-Str. 3 auf dem Polizeipräsidium beantragten. Das Gesuch wurde durch die Gestapo abgelehnt. Zwei Tage später, am 27.11.1938 flüchteten sie in die Niederlande. Nach der deutschen Besetzung und der einsetzenden Verfolgung der jüdischen Bevölkerung konnten sich die Eheleute in Amsterdam verstecken. Durch Verrat kamen sie am 17.7.1943 in das Durchgangslager Westerborg. Helene (55 Jahre) und Isidor Gutter (57 Jahre) wurden drei Tage später in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und am 23.7.1943 ermordet.
Pate: Maria Hoffmann, Prof. Avishay Golz (Enkel)
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