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Familie Wolff

Biography of Dr. Max, Helene and Elfriede Wolff

Dr. Max Wolff war Tierarzt und lebte seit 1885 in Kleve. Seit 1896 wohnte er mit seiner Ehefrau und vier Kindern in dem von ihm erbauten geräumigen Eckhaus an der Herzogstraße, das den Krieg weitgehend überstanden hat.
Helene Wolff, seine älteste Tochter, war Sprachlehrerin. Sie engagierte sich in der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit sowie im Deutschen Esperantobund.
Die jüngere Tochter Elfriede Wolff war ausgebildete Geigerin und staatlich anerkannte Geigenlehrerin. Viele Klever Kinder und Jugendliche erhielten in ihrer Privatwohnung Unterricht.
Schon früh wurde die Familie von den Nationalsozialisten verfolgt. Dr. Wolff, der trotz seines hohen Alters noch als Tierarzt tätig war, erhielt 1935 Berufsverbot, ebenso Elfriede Wolff, die keine nichtjüdischen Geigenschüler mehr unterrichten durfte. Helene Wolff wurde während einer Esperanto-Veranstaltung in Düsseldorf für einige Tage in „Schutzhaft“ genommen.
Nach dem Novemberpogrom kam der 82-jährige Max Wolff für fünf Tage in „Schutzhaft“ in Kleve. Ende 1938 musste er sein Haus verkaufen. Wie bei allen Verkäufen jüdischen Grundbesitzes an „arische“ Käufer entsprach der Kaufpreis nicht dem Wert des Gebäudes. Erst im Juli 1939 gelang der Familie die Emigration, zunächst nach London, wo Max Wolff drei Monate später kurz nach seinem 83. Geburtstag starb. Die Schwestern reisten 1941 weiter nach San Francisco.

Dr. Max Wolff (Dülmen 1856 – 1939 London, England)
Helene Wolff (Kleve 1889 – 1955 San Francisco, Kalifornien, USA)
Elfriede Wolff (Kleve 1892 – 1973 Marin, Kalifornien, USA)

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Haus der Begegnung – Beth HaMifgash e.V.

mifgash.de
Die AG Geschichte besteht seit April 2014. Ihre Aufgabe ist die weitere Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in Kleve.

Autorin und Ansprechpartnerin: Helga Ullrich-Scheyda · helga@scheyda.de