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Bertha Rabausch

Biography of Bertha Rabausch

Küfergasse 1 (Verlegung am 14.09.2015)

Bertha Rosina Rabausch wurde 1874 in Ulm als Tochter des Werkmeisters Johannes Rabausch und seiner Frau Marie Friedericke geb. Sautter geboren. Ab 1882 ist der Vater nicht mehr beim Wohnsitz der Familie gemeldet und die Mutter zog Bertha und ihre um ein Jahr ältere Schwester alleine groß. Bertha wurde Modistin. Johanna heiratete 1908 Albert Mürdel und bezog mit ihm eine Wohnung in der Küfergasse 1, wo sie auch ihre Mutter und Bertha aufnahmen. Mürdel war Privatier und die Familie hatte eine gesicherte Existenz. Erst 1929 begann Mürdel als Vertreter zu arbeiten.

Im gleichen Jahr wurde die nun 54-jährige Bertha in die Landesfürsorgeanstalt Oberer Riedhof vor den Toren Ulms gebracht. Vermutlich konnte sie nicht mehr arbeiten und nicht mehr selbst für sich sorgen. Ihre Mutter war schon 1921 gestorben. Bei der Aufnahme im Riedhof wurde in ihrer Akte eine psychische Erkrankung notiert. 1940 wurde sie auf Anordnung der T4 „Euthanasie“-Zentrale in Berlin mit 39 weiteren Bewohnern des Riedhofs abgeholt und am selben Tag in Grafeneck vergast.

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