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Else Ehekircher

Biography of Else Ehekircher

Wengengasse 18 (Verlegung am 12.10.2017)

Else Paula Ehekircher wurde 1902 als jüngstes von 5 Kindern in Ulm geboren. Der Vater besaß eine Mehl- und Zigarrenhandlung und erwarb 1896 ein Haus in der Wengengasse 18. In den oberen Geschossen lebte die Familie, im Erdgeschoss betrieb der Vater erfolgreich sein Geschäft, bis das Haus im Verlauf der Inflation in den 1920er Jahren verkauft werden musste. In dieser Zeit zeigten sich bei Else Anzeichen einer schweren psychischen Erkrankung. Als sich ihr Zustand verschlechterte, wurde sie schließlich am 23.4.1924 von einer Schwester ins Christophsbad nach Göppingen gebracht. Else selbst war sehr überrascht, dass sie dort bleiben musste. Ausdrucksstarke Zeichnungen, die Else während des Aufenthaltes im Christophsbad anfertigte, befinden sich noch immer im Besitz der Familie. Im Rahmen der „T4-Aktion“ wurde sie am 21. Juni 1940 in die „Zwischenanstalt“ Weinsberg verlegt. Von dort wurde sie am 11. Dezember 1940 mit 72 weiteren Frauen in die Tötungsanstalt Grafeneck gebracht, wo sie noch am gleichen Tag ermordet wurde.

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