Biography of Heinrich Konrad Flottmann
Der Arbeiter Heinrich Konrad Flottmann kam am 28.09.1908 in Osnabrück zur Welt. Über Flottmanns Eltern sind keine Informationen vorhanden. Seine letzte gemeldete Adresse in Osnabrück war Drosselweg 22 (16.1.1940).
Während des Zweiten Weltkriegs hatte Konrad Heinrich Flottmann den Dienstgrad eines Schützen. Am Ende des Frankreichfeldzuges war er von der 5. Kompanie Infanterie-Regiment 78 in Neufchateau für zehn Tage als vermisst gemeldet (vermutlich bei einer anderen Einheit oder von der Heeresstreife festgenommen), seit dem 29.06.1940 war er wieder bei der Truppe. Mitte 1942 war Heinrich Konrad Flottmann wegen Sachbeschädigung verurteilt worden. Das eigentliche Urteil ist nicht mehr erhalten. Sicher ist, dass er zu drei Monaten Haft verurteilt worden war, weshalb er in die Feldstrafgefangenenabteilung an die Ostfront überstellt wurde. Im Jahr 1943 wurde er drei Mal wegen einer Granatsplitterverletzung am rechten Oberarm in Kriegslazarette eingeliefert. Von der Feldstrafgefangenenabteilung floh er nach Deutschland und hielt sich dann im Ruhrgebiet auf. Zur besseren Geheimhaltung seines illegalen Aufenthalts hatte er sich eine Uniform eines Unteroffiziers (Oberfeldwebel) besorgt, was bei 'Fahnenflüchtigen' keine Seltenheit war. Außerdem hatte er sich einen Armgips anlegen lassen, um so den Eindruck eines vermeintlichen Geneseungsaufenthaltes im Heimatgebiet nach Verwundung erwecken zu können. Wahrscheinlich hoffte er, durch diesen beiden Tarnungen allzu gründlichen Kontrollen durch Wehrmachtstreifen zu entgehen. Am 10.8.1944 wurde Konrad Heinrich Flottmann trotz der Tarnversuche von der Heeresstreife Duisburg festgenommen. Heinrich Konrad Flottmann nahm auf der Dienststelle Duisburg das Gift Veronal zu sich, woraufhin er bewusstlos in das Städtische Krankenhaus Duisburg eingeliefert wurde. Dort verstarb er am 10. oder 11.08.1944.
Quellen: Bundesarchiv Militärarchiv Freiburg RW60 1327, Recherchen von: Deutsche Dienststelle Geschäftszeichen V-21-677/090218330, Gedenkstätte Roter Ochse Halle (Saale).
Media
Photos
Free thanks to your help
This biography is free to read. If you like the Stolpersteine Guide, we would be glad of a small contribution.
Thanks to Martin Schreyer, Claudia Körner, Anett Humboldt, Peter Hein and 6 more.Stolpersteine nearby
Fritz Fabeyer410 m
Bernhard Christel Wiechmann500 m
Bernhard Schopmeyer960 m
Heinrich Linnemann1.1 km
Emil Gottschalk1.2 km
Johannes Prassek1.2 km
Sources & Imprint
Stadt Osnabrück, Büro für Friedenskultur
Stadt Osnabrück
Fachbereich Kultur
Büro für Friedenskultur
Christine Grewe
Marienstr. 5-6
49074 Osnabrück
Tel. 0541 323-2287
Fax 0541 323-152287
grewe.c@osnabrueck.de
www.osnabrueck.de/friedenskultur
www.facebook.com/buerofuerfriedenskultur