Biography of Henriette Bernstein, Moses Bernstein, Marie Heymann, geb. Bernstein and Walter Bujakowski
Maria Heymann wurde am 11. Dezember 1897 in Schivelbein in Pommern als Tochter von Henriette Bernstein, geb. Zeimann, und Moses Bernstein geboren. Ihr Vater war lange Zeit in ihrem Geburtsort Schivelbein als Uhrmacher und Juwelier tätig. Seine Frau Henriette, geb. Zeimann, hatte er am 16. Februar 1896 in Preußisch-Stargard geheiratet. Mitte der 1930er Jahre waren beide in Berlin gemeldet.
Die erste Ehe von Maria Heymann mit einem Herrn Bujakowski wurde wieder geschieden, doch im April 1940 heiratete sie Hermann Heymann und zog gemeinsam mit ihren Eltern zu ihm nach Osnabrück in die Weißenburger Straße. Ihr Sohn aus erster Ehe, Walter Bujakowski, besuchte vom Januar 1940 bis zum Juni 1942 die "Israelitische Gartenbauschule" in Hannover-Ahlem. Zusammen mit der Mutter ihres Mannes, Pauline Heymann, die seit April 1939 bei ihrem Sohn lebte, wurde das Ehepaar im August 1941 zum Umzug in das 'Judenhaus' an der Kommenderiestraße 11 gezwungen. Auch Walter war hier gemeldet. Moses und Henriette Bernstein waren ebenfalls nach einer kurzen Abmeldung nach Berlin-Wilmersdorf in der Kommenderiestraße gemeldet. Beide wurden gemeinsam mit Pauline Heymann im Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Henriette Bernstein wurde von dort aus ins Konzentrationslager Minsk deportiert, Pauline Heymann weiter „nach Polen“.
Maria Heymann meldete sich im Mai 1942 mit ihrem Mann nach Hannover ab, jedoch kam Hermann Heymannn schon nach einem Monat zurück nach Osnabrück. Hermann Heymann war etwa von 1940 bis 1943 der letzte Vorsteher der Jüdischen Gemeinde Osnabrücks. Walter Bujakowski wurde zusammen mit seinem Stiefvater im März 1943 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und gilt als "verschollen". Maria Heymann (von Hannover aus?) wurde ebenfalls nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Quellen: Sellmeyer, Martina u. Peter Junk: Stationen auf dem Weg nach Auschwitz. Bramsche: Rasch Verlag, 2002³.
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