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Hermann Behr

Biography of Hermann Behr

Hermann Behr wurde am 10.10.1882 geboren. 1904 konvertierte er kurz vor seiner Heirat mit einer nichtjüdischen Frau vom jüdischen zum evangelischen Glauben. Aus der Ehe gingen ein Sohn und zwei Töchter hervor, von denen eine 1933 verstarb. Die Ehe wurde 1941 geschieden. Hermann Behr hatte bis zu seiner Festnahme 1938 ein gutgehendes Klempnerei- und Installationsgeschäft in Osnabrück. Grund seiner Verhaftung durch die Gestapo war eine außereheliche Beziehung zu einer 'arischen' Frau, die an der Natruperstraße wohnte. Ein Nachbar dieser Frau denunzierte die beiden bei der NSDAP-Ortsgruppe Natrupertor. Von dort erging eine Anzeige an die Gestapo. Eine weitere Anzeige erhielt die Gestapo aus Bad Driburg, hier hatte das Paar in einem Hotel übernachtet. In der Folge wurde gegen Hermann Behr ein gerichtliches Verfahren wegen 'Rassenschande' eingeleitet. Durch eine Aussage von 1947 ist bezeugt, dass Hermann Behr und seine Freundin 1938 in das Polizeigefängnis Turnerstraße eingeliefert wurden, aus dem die Freundin nach sieben Tagen wieder entlassen wurde. Das Landgericht Osnabrück verurteilte Hermann Behr am 15.02.1938 zu einer Zuchthausstrafe von drei Jahren. Nach deren Verbüßung wurde er 1941 aus Osnabrück in das KZ Sachsenhausen in Oranienburg deportiert. Laut Totenschein ist Hermann Behr dort am 05.12.1941 umgekommen.

Quellen: Nidersächsisches Landesarchiv - Standort Osnabrück, Rep 430 Dez. 304 Akz. 2003/036 Nr. 786.

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