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Familie Beermann

Biography of Frederike Beermann, Bernhard Beermann and 3 more

Beermann, Lange Straße 55

Das Haus in der Langen Straße 55, in der die Familie Beermann bis 1937 lebte, wurde 1882 erbaut, aber 2012 abgerissen. Ihren Lebensunterhalt verdienten sich die Beermanns bis 1933 als Viehhändler. Bernhard (1850 – 1902) und Friederike (1859 – 1937) hatten drei Kinder: Julius (1886 – 1942), Laura (1896 – 1842) und Elli (1891 – 1920).

Der Viehhändler Bernhard Beermann (1850-1908) wurde in Schweringen geboren und zog gemeinsam mit seiner Ehefrau Friederike Beermann (geb. Magnus, 1859-1937), die er 1885 heiratete, 1895 nach Hoya. Sie wohnten in der Langen Straße 55 und dort führte Bernhard seinen Viehhandel fort. Die beiden bekamen drei Kinder, Julius (1886-1942), Elli (1887- *) und Laura (1888- * ).
Nach Bernhards Tod übernahm Julius den Viehhandel seines Vaters und heiratete 1921 Hedwig Meyberg (1896-1942). Julius war von nun an auch der rechtmäßige Besitzer des Hauses. Er war im Schützenverein, welchen er jedoch nach 1933 verlassen musste. Ihre beiden Kinder hießen Helmut (1922-1941) und Ingeborg (1926-1942). 1937 musste Julius Beermann das Haus und das Geschäft aufgrund seiner Religion verkaufen. Die Familie zog in eine kleine Wohnung im Obergeschoss der Synagoge in Hoya.
Elli, die ältere der beiden Töchter von Bernhard und Friederike Beermann, heiratete Paul Beermann (*). Sie bekamen zwei Kinder, Ilse und Hans (*). Laura, die Schwester von Julius und Elli, heiratete einen unbekannten Mann zu einer unbekannten Zeit. Sie schaffte mit ihrem Mann die Flucht nach Israel. Ebenso war die Ausreise für Elli und Paul zusammen mit ihren Kindern Ilse und Hans nach New York erfolgreich.
Helmut Beermann ging 1937 nach Hamburg, wo er wahrscheinlich eine Internatsschule besuchte. 1940 zog er schließlich nach Berlin, wo er im gleichen Jahr Suizid beging. Auch seine Schwester Ingeborg ging am 25.04.1938 nach Hamburg, wo auch sie vermutlich eine Internatsschule besuchte.
In der Pogromnacht 1938 wurde die Synagoge Hoya von der SA und SS angezündet. Julius Beermann war einer der Männer, die verhaftet wurden. Er wurde in das Konzentrationslager Buchenwald transportiert, aus dem er 1939 entlassen wurde. Da jedoch Julius und Hedwig weder Geld noch Verbindungen ins Ausland hatten, konnten sie nicht emigrieren. Sie kamen bei ihren ehemaligen Nachbarn in der Langen Straße 51 unter. Ihre Tochter Ingeborg kehrte 1941 nach Hoya zurück und wurde mit ihren Eltern Julius und Hedwig zusammen am 7. Juli 1941 in das Hoyaer Armenhaus eingewiesen. Von dort aus ging es für sie am 31. März 1942 nach Hannover und danach weiter nach Warschau, wo alle drei in einem Vernichtungslager ermordet wurden. Die Tochter von Elli und Paul, Ilse, welche die Ausreise nach New York geschafft hatte, pflegte weiterhin Kontakt zu Leuten aus Hoya und war sogar im Jahre 2003 in Hoya zu Besuch, um unter anderem das Haus der Beermanns in der Lange Straße neben der Apotheke anzuschauen.

*Daten nicht bekannt

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Sources & Imprint

Johann-Beckmann-Gymnasium

Johann-Beckmann-Gymnasium Hoya
Schulleiter: Herr OStD Dr. Meyer
Schuljahr 2014/15, Klasse 8A,
Schuljahr 2021/22, Klasse 10B,
Ansprechpartner: Maik Landsmann, Frauke Litzkuhn

Auf dem Kuhkamp 1
27318 Hoya

Telefon: 04251 / 672981-0
Telefax: 04251 / 672981-57
Email: sekretariat@jbg-schule.de

in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Synagoge Hoya erstellt