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Familie Eisenstein

Biografie von Benjamin Eisenstein und Emmi Eisenstein, geb. Lion

Benjamin Eisenstein wurde am 29. März 1876 in Büren geboren. Der Vater,
Abraham Eisenstein (geb. 1841), stammte aus Alme, Kreis Brilon, die Mutter,
Friederike Vogelsdorf, aus Posen. 1906 zog die Familie nach Lingen. Die ältere
Schwester Emma ( geb. 1878) erbte das väterliche Weißwaren- und Textilgeschäft in
Lingen und beteiligte sich an der Gründung des Kaufhauses ihres Bruders (Kaufhaus
Eisenstein Handelsgesellschaft oHG). Nach dem Tod ihres Ehemannes Jakob Wolff
1942 wurde Emma Eisenstein in das KZ Theresienstadt deportiert und 1944 im
Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau umgebracht.
Emmi Eisenstein, geb. Lion
Emmi Lion wurde am 25. Januar 1882 in Obernkirchen, Landkreis Schaumburg,
geboren, ihr Vater, Alexander Lion (1839-1919), war dort Prokurist des väterlichen
Textilkaufhauses Elias Lion & Co. Das Ehepaar hatte zwei Töchter, Johanna (1909-
1998) und Ruth (1915-2000). Von 1913 bis 1937 betrieben sie an der Berliner Straße
ein Kaufhaus für Konfektion, Manufaktur-, Weiß- und Kurzwaren. Darüber hinaus
verwaltete Benjamin Eisenstein den Sozialfonds der jüdischen Gemeinde. Nach dem Verkauf des Kaufhauses 1937 zog das Ehepaar nach Köln, wo bereits die
verheirateten Töchter Johanna van Cleef und Ruth Cohn wohnten. Das Ehepaar Eisenstein wurde im September 1942 von Köln aus in das Ghetto Theresienstadt und von dort im Oktober 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo sie noch am Tag ihrer Ankunft ermordet wurden. Den Töchtern gelang die Auswanderung: 1950 Johanna van Cleef nach Israel und Ruth Cohn zunächst nach England 1939, 1977 nach Israel.

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Quellen & Impressum

Elly-Heuss- Knapp Schule und Stadtarchiv

Geschichts-AG der Elly-Heuss- Knapp- Schule unter der Leitung von Katrin Geweke.
Bilder und Informationen erhalten vom Stephan Grimm, Stadtarchiv Gütersloh.