Biografie von Klara Herzberg
Klara Herzberg, geb. Levi, geboren am 22. Juni 1886 in Lünen. 1910 heiratete sie den Fleischermeister Salomon Herzberg (1879-1931) aus Gütersloh, der an der Königstraße 12 eine Metzgerei betrieb und 15 Jahre lang Obermeister der Fleischerinnung war. 1938 musste das Geschäft schließen. Sie hatten drei Kinder: Kurt, Werner und Anne Lore (1921-1935). Der Sohn Werner emigrierte in die USA, der älteste Sohn Kurt (1911-1996) wanderte nach Palästina aus und lebte seit 1956 in Köln. Nach seiner Namensänderung in Jehuda Barlev verfasste er mehrere Veröffentlichungen zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Gütersloh. In der Pogromnacht vom 9./10. November 1938 wurde die Einrichtung des Hauses zerstört, in dem sich ein von Verwandten betriebenes Eisen- und Haushaltswarengeschäft befand. Klara Herzberg zog in das Haus Steinberg an der Bismarckstraße 16, das nach dem Auszug der Eigentümer zu einem der beiden Judenhäuser umfunktioniert wurde, in denen die Gütersloher Juden leben mussten. Mit ihren Verwandten, Bernhard und Hannchen Levy, erfolgte im Dezember 1941 der Abtransport in das „Reichsjudenghetto“ nach Riga-Jungfernhof, wo sie Ende 1943 umkam. Das Haus wurde 1945 durch Bomben zerstört und das Grundstück 1949 neu bebaut.
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Quellen & Impressum
Elly-Heuss- Knapp Schule und Stadtarchiv
Geschichts-AG der Elly-Heuss- Knapp- Schule unter der Leitung von Katrin Geweke.
Bilder und Informationen erhalten vom Stephan Grimm, Stadtarchiv Gütersloh.