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Familie Wolf

Biografie von Hermann, Max, Friedrich und Julius Wolf

Hermann Wolf wurde am 22. September 1874 in Gütersloh als Sohn von Metzger Adolph Wolf (1845-1903) und Amalie Kleeberg (1846-1918) geboren. Hermann war das zweite von elf Kindern. Der Vater war ein Bruder von Emma Löwenstein, geb. Wolf. 1895 zog die Familie aus dem Haus an der Berliner Straße. 1903 wohnten die Eltern im Haus Moltkestraße 4. Hermann heiratete die katholische Josefine Vennen (1884-1966) aus Krefeld. Mit ihr und ihrer Schwester Paula zog Hermann Wolf vor dem Ersten Weltkrieg nach Frankfurt a. M., wo er einen Textilhandel betrieb. Der älteste Sohn Heinz (1912-1997) wurde katholischer Priester und 1943 als Halbjude im KZ Börgermoor (Emsland) inhaftiert. Der Sohn Günter (1916-1968) wurde ebenfalls Textilkaufmann. Wegen seiner „Mischehe“ wurde Hermann Wolf verhaftet und im Frankfurter Untersuchungsgefängnis Hammelgasse inhaftiert Am 2. Februar 1943 brachte man
ihn im Rahmen eines Einzeltransportes, einer so genannten inoffiziellen Deportation,
nach Auschwitz, wo er am 23. Oktober 1943 umgebracht wurde. 2005 wurde vor seinem Wohnhaus in Frankfurt-Eschersheim, Langheckenweg 7, ein Stolperstein verlegt. Sein jüngerer Bruder, Max Wolf, wurde am 08. November 1875 ebenfalls in Gütersloh geboren. Er wohnte in Hamburg. Er wurde von Juni 1938 bis September 1939 in Sachsenhausen inhaftiert und im November 1941 von Hamburg in das Ghetto Minsk deportiert. Er gilt als verschollen. Julius Wolf, ebenfalls ein Bruder, geboren am 7. September 1881 in Gütersloh, zog später nach Köln, wo er als Teppichimporteur arbeitete. Von dort wurde er im Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt (Lodz) deportiert, wo er am 30. März 1942 für tot erklärt wurde. Friedrich Wolf, ebenfalls ein jüngerer Bruder von Hermann Wolf, geboren am 16. Januar 1891 in Gütersloh, zog später nach Köln. Er heiratete Hedwig Kreslawsky (1896-1944). Die Eheleute wurden im Oktober 1941 von Köln in das Ghetto Litzmannstadt (Lodz) deportiert und 1944 dort umgebracht. An ihrem Wohnort in Köln, Altstadt-Süd, Schaevenstraße 4, wurden zwei Stolpersteine gelegt.

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Quellen & Impressum

Elly-Heuss- Knapp Schule und Stadtarchiv

Geschichts-AG der Elly-Heuss- Knapp- Schule unter der Leitung von Katrin Geweke.
Bilder und Informationen erhalten vom Stephan Grimm, Stadtarchiv Gütersloh.