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Jüdische Synagoge

Biografie von Jüdische Synagoge

Jüdische Synagoge Lange Strasse 79 (rückseitig vom Schlossplatz zu erreichen)

Die Synagoge ist der zentrale Ort der jüdischen Gemeinde,
des Gottesdienstes, des Lernens und des Zusammenkommens.
Zählt eine Gemeinde mindestens zehn religiösmündige Männer, muss ein Raum zur Abhaltung des Gottesdienstes eingerichtet werden. Die jüdische Gemeinde nutzte anfangs Räume in Privathäusern als Betsaal. 1817 dann vermachte die Nienburger Kauffrau Susanna Abraham der Gemeinde finanzielle Mittel und ihr Wohnhaus zum Bau einer Synagoge. 1823 konnte der Grundstein gelegt werden. Architekt war der Flame Emanuel Bruno Quaet-Faslem. Das Gebäude entstand hinter dem Haus Lange Straße 79 zum Schloßplatz hin. Bei dem klassizistischen Sakralbau handelte es sich um ein langgestrecktes und schmales Gebäude mit Satteldach. Etwa 70 Personen fasste der
Innenraum. Hinter einer Mauer mit Pforte führte eine Treppe hinauf zum Eingang. Ins Innere gelangte man über einen kleinen Vorraum. In der Mitte der Ostwand
befand sich der Toraschrein, der die Torarollen barg, die wichtigsten und wertvollsten Gegenstände jeder Synagoge. In der Pogromnacht 1938 wurde das Gotteshaus
vom Mob der SA unter den Augen der Nienburger Bevölkerung zerstört.
Eine Stolperschwelle hält seit dem 2. Juni 2025 die Erinnerung
an die Synagoge wach.

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Projektgruppe Stolpersteine OBS Marklohe und Recherchegruppe Stolpersteine Nienburg