Zum Inhalt springen

Familie Lachmann

Biografie von Emma und Adolf Lachmann

Emma und Adolf Lachmann kamen schon 1902 nach Zittau. Sie eröffneten in der Bautzner Straße das Kurzwarengeschäft „Fließ & Co.“. Wie viele andere jüdische Bürger*innen litten die Lachmanns unter öffentlichen Denunziationen. So bekam ein Zittauer Friseurmeister, selbst langjähriges NSDAP-Mitglied, große Schwierigkeiten, weil Adolf Lachmann nicht nur ein Kunde bei ihm war, sondern er ihm wie allen Kunden auch noch die Hand zum Abschied schüttelte. Wer bei Lachmanns oder im Reichenauer Geschäft „Fließ & Co.“ einkaufte, lief Gefahr, im „Stürmer“ per Leserbrief denunziert zu werden. SA Leute postierten sich vor dem Eingang. Wahrscheinlich zogen Adolf und Emma Lachmann schon 1936 nach Berlin, um in der Anonymität der Großstadt unterzutauchen. Ihre Adresse in den Berliner Adressbüchern, das Grab des Sohnes Walter in Berlin Weißensee und nicht zuletzt die Aussage der langjährigen Haushaltshilfe stützen die Annahme dieses Umzugsdatums, zwei andere Quellen sprechen von einem späteren Termin. Weitere Forschungen sollen Aufschluss zu diesem wichtigen Datum bringen.
Am 14.08.1942 wurden Emma und Adolf Lachmann mit einem so genannten Alterstransport nach Theresienstadt und am 16.05.1944 nach Auschwitz deportiert. Sie kehrten nicht zurück.

Medien

Fotos

Kostenlos dank Ihrer Hilfe

Diese Biografie ist frei zugänglich. Wenn Ihnen der Stolpersteine Guide gefällt, freuen wir uns über einen kleinen Beitrag.

Danke an Martin Schreyer, Claudia Körner, Anett Humboldt, Peter Hein und 6 weitere.
Unterstützen

Stolpersteine in der Nähe

Alle Stolpersteine in Zittau

Quellen & Impressum

Hillersche Villa gGmbH