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Leo Elend

Biografie von Leo Elend

Leo Elend trat 1929 die Stelle des Religionslehrers und Predigers in der Israelitischen Religionsgemeinde in Zittau an. Innerhalb dieser wurde er als Lehrer und Mensch sehr geschätzt, insbesondere für seinen ausgeprägten Gemeinschaftssinn.

Zunächst wohnte er in der Komturstraße. Wenige Wochen nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, wurde Leo Elend durch die SA verhaftet:
„Das bei dem jüdischen Rabbiner beschlagnahmte Schriftmaterial richtet sich gegen die hinter der Regierung stehenden Parteien, so dass sich seine Inschutzhaftnahme erforderlich machte. In seiner Wohnung wurde überdies ein Schächtmesser für Geflügel beschlagnahmt, da das Schächten in Sachsen gesetzlich verboten ist.“ Wie lange und wo Leo Elend inhaftiert war, ist nicht bekannt. 1934 zog Leo Elend in die Reichenberger Straße 19. Vermutlich fühlte er sich hier sicherer. Das Haus gehörte Eugen Förder, einem Mitglied des Vorstandes der Gemeinde.

Im Juni 1938 übernahm Leo Elend die jüdischen Sonderklassen in Chemnitz. Von hier aus wurde am 10. November nach Buchenwald verschleppt. Im selben Monat wurden die Mittel für die jüdischen Schüler gestrichen und Leo Elend wurde entlassen.

Am 8. März 1939 fand Leo Elend die Flucht in den Tod. Seine Frau Bertha verließ wenig später Deutschland. Das Schicksal der Tochter Ruth ist unbekannt.

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