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Heinrich Lutterbach

Biografie von Heinrich Lutterbach

Heinrich Lutterbach, ein Zeuge Jehovas, wohnte im Gebäudekomplex Georgenplatz 2, der 1963 abgerissen wurde. Er wurde im Jahr 1936 verhaftet, überlebte das Gefängnis Landsberg am Lech und die Konzentrationslager Dachau und Mauthausen, aus dem er befreit wurde.

Heinrich Lutterbach war Musiker. Vor seiner Verhaftung war er zuletzt in der Spielzeit 1935/36 im Orchester des Stadttheaters Regensburg als erste Violine engagiert.

Die Religionsgemeinschaft der Zeugen Lehovas war im April 1933 in Bayern verboten worden. Im Oktober 1934 hatte sich Heinrich Lutterbach im Untergrund vor seinem Umzug nach Regensburg von München aus an der weltweiten Brief- und Telegrammaktion beteiligt, in der Reichskanzler Adolf Hitler aufgefordert wurde, das Verbot der Religionsgemeinschaft aufzuheben. Ab dem Spätsommer organisierte er vom Georgenplatz 2 aus den Widerstand gegen das NS-Regime für die drei kleine Gruppen von Zeugen Jehovas in Regensburg. Sie trafen sich am Georgenplatz 2, in der Lederergasse 1 und am Stahlzwingerweg 1.

Weil er den Eid auf den Führer und den Wehrdienstdienst verweigerte, wurde er im November 1936 zunächst zu 10 Monaten verurteilt und später in den Konzentrationslager Dachau und Mauthausen inhaftiert.

Von den 21 Zeugen Jehovas aus Regensburg wurden drei ermordert: Wolfgang Waller (Stolperstein Minoritenweg 9) sowie Albin Relewicz und Hermann Deffner.

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