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Katharine Faude

Biografie von Katharine Faude

Katharine Faude kam am 12. Juli 1881 in Tuttlingen als Tochter des Schreiners und Handelsmanns Jakob Faude und seiner Ehefrau Maria geb. Haller auf die Welt. Sie war das siebte von 15 Kindern, von denen allerdings acht jung starben. Die Familie lebte in der Oberen Vorstadt 11. Bereits am 1. April 1909 wurde sie - kurz nach dem Tod des Vaters (25.11.1908) - elf Tage in der Heilanstalt Zwiefalten eingewiesen. Sie wurde dort als „Käthe Faude“ registriert. Als Auslöser für die Erkrankung wurde damals ein gescheiterter Heiratsplan angegeben. Die Diagnose lautete „Dementia paranoia“. Am 12. April wurde sie mit der Bemerkung „ungeheilt beurlaubt“ entlassen.
Am 15. Juni 1912 wurde dann ihre Schwester Emma ebenfalls in die Heilanstalt Zwiefalten eingeliefert. Bei ihr wurde der Tod des Vaters vor 3,5 Jahren als Ursache angegeben. Sie verließ die Anstalt gegen die ärztliche Empfehlung am 23. Dezember 1912.

Am 1. Juli 1925 wurde Katharine ebenso wie ihre Schwester Emma erneut in die Heilanstalt Zwiefalten verbracht. Vermutlich erfolgte die Einweisung nach einer Erkrankung der Mutter.

Emma starb in der Heilanstalt Zwiefalten am 13. Dezember 1934 an Magenkrebs. Katharine kam am 17. November 1938 in die Landesfürsorgeanstalt Markgröningen, da sie die Pflege einer geschlossenen Anstalt nicht mehr benötigte. Bei der Ankunft dort gab sie an, sofort wieder „heim“ zu wollen. Sie war auch über Ort und Zeit orientiert. Der aufnehmende Arzt beschreibt sie als „freundlich“. Sie redete etwas verworren und hatte Wahnideen. In Markgröningen versorgte sie sich selber, verrichtete auch kleinere Arbeiten und wurde als fleißig bezeichnet. Ihre Diagnose lautete „paranoide Schizophrenie“, ohne genaue Symptome der Krankheit zu beschreiben. Sie starb am 07. August 1940 in Grafeneck.

Neben ihren Geburtseintrag steht der Vermerk, sie sei am 29. August 1940 in Hartheim gestorben - ein weiterer Versuch der Nationalsozialisten, das Verbrechen zu verschleiern.

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