Zum Inhalt springen

Wilhelmschule: Renate Bensinger

Biografie von Renate Bensinger

Wilhelmschule: Renate Bensinger
Renate Bensinger wurde 1927 als drittes Kind der Eheleute Simon und Sophie Bensinger geboren. Sie besuchte die Wilhelmschule Kehl. Der Vater war Mechanikermeister und verkaufte landwirtschaftliche Maschinen und Fahrräder.
Nach der Reichspogromnacht (9./10. November 1938) wurden alle jüdischen Kinder vom Besuch einer öffentlichen Schule ausgeschlossen. Davon waren auch Renate Bensinger und ihr 13jähriger Bruder Friedrich betroffen. Der Vater wurde im KZ Dachau in sogenannte „Schutzhaft“ genommen. Er konnte wieder nach Kehl zurückkehren, sein Geschäft wurde aber zwangsweise geschlossen.
Die Kinder konnten zunächst die jüdische Schule in Karlsruhe besuchen. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs hielten sich die Familienmitglieder an wechselnden Orten auf. Schließlich verlor die gesamte Familie innerhalb weniger Monate durch den nationalsozialistischen Mordterror ihr Leben:
• Am 20. November 1941 wurde Simon Bensinger zusammen mit Renate und anderen Verwandten von München aus nach Kowno in Litauen deportiert und dort fünf Tage später erschossen.
• Die Mutter Sophie Bensinger und Sohn Friedrich wurden im April 1942 von Konstanz nach Izbica in Polen deportiert. Ihr weiteres Schicksal ist nicht bekannt.
• Der älteste Sohn Erich kam im Juli 1942 von Hamburg aus nach Auschwitz, wo er sterben musste.

Wohnsitz der Familie: Spießgasse 9

Kostenlos dank Ihrer Hilfe

Diese Biografie ist frei zugänglich. Wenn Ihnen der Stolpersteine Guide gefällt, freuen wir uns über einen kleinen Beitrag.

Danke an Martin Schreyer, Claudia Körner, Anett Humboldt, Peter Hein und 6 weitere.
Unterstützen

Stolpersteine in der Nähe

Alle Stolpersteine in Kehl

Quellen & Impressum

Arbeitskreis 27. Januar