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Familie Schaap

Biografie von Maurits Schaap, Rachel Schaap geb. Schellevis und 3 weitere

Die niederländische Familie Schaap lebte seit 1919 in Kleve. Maurits Schaap war Betriebsleiter bei den Clivia Oelwerken, einem Betrieb der van den Bergh‘s Margarine-Werke. Die beiden älteren Söhne machten nach ihrer Schulzeit eine kaufmännische Ausbildung in den Kaufhäusern Weyl (später Tietz) bzw. Gonsenheimer und arbeiteten dort als Verkäufer. Bereits 1933 verloren sie jedoch ihre Arbeitsplätze, als die beiden jü-dischen Unternehmen „arisiert“ wurden. Daraufhin zog die Familie Schaap, um der Verfolgung zu entgehen, in die Niederlande. Maurits Schaap war als Pendler noch bis 1935 in Kleve tätig, dann erhielt er monatliche Geldzuwendungen der Margarinewerke. Nach der deutschen Besetzung 1940 holte die nationalsozialistische Verfolgung die Familie auch in den Niederlanden ein.
Rachel und Maurits Schaap wurden am 13. April 1943 über Westerbork nach Sobibor deportiert, ihr jüngster Sohn Alfred war bereits am 1. August 1942 nach Auschwitz verbracht worden.
Nur die beiden älteren Söhne überlebten, weil es ihren gelang, ein Versteck zu finden. Sie hatten das Glück, auf Menschen zu treffen, die sie trotz der großen Gefahr mit dem Lebensnotwendigsten versorgten, und auf Nachbarn, die sie nicht verrieten.

Maurits Schaap (Amsterdam 1888 – 1943 Sobibor Vernichtungslager)
Rachel Schaap geb. Schellevis (Amsterdam 1888 – 1943 Sobibor Vernichtungslager)
Emanuel Maurits Schaap (Nimwegen 1913 – überlebt)
Max Meyer Schaap (Nimwegen 1914 – 1990 Amsterdam)
Alfred Schaap (Kleve 1924 – 1942 Auschwitz Vernichtungslager)

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Quellen & Impressum

Haus der Begegnung – Beth HaMifgash e.V.

mifgash.de
Die AG Geschichte besteht seit April 2014. Ihre Aufgabe ist die weitere Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in Kleve.

Autorin und Ansprechpartnerin: Helga Ullrich-Scheyda · helga@scheyda.de