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Familie Kaufmann

Biografie von Rudolf Kaufmann, Charlotte Kaufmann geb. Randerath und Noemi Kaufmann

Rudolf Kaufmann kam als letzter Kultusbeamter und Lehrer an der jüdischen Schule 1936 nach Kleve. Im April 1937 heiratete er in Eschweiler Charlotte Randerath und zog mit seiner Ehefrau in das Haus in der Herzogstr. 1. Nach dem Novemberpogrom war er mehrere Monate in „Schutzhaft“ im KZ Dachau. Danach verließen die Eheleute Deutsch-land und zogen in die Niederlande in der Hoffnung, dort den Gewaltmaßnahmen zu ent-gehen. Doch nach der deutschen Besetzung der Niederlande im Mai 1940 waren sie erneut der Judenverfolgung ausgesetzt. Sie wurden in das Lager Westerbork eingewiesen, wo am 7. Dezember 1941 ihre Tochter Noemi geboren wurde.
Im September 1944 deportierte man die Familie ins Ghetto Theresienstadt. Von dort wurde zunächst der Vater nach Auschwitz transportiert. Bevor auch Charlotte und Noemi Kaufmann in Auschwitz ankamen, war Rudolf bereits nach Dachau geschafft worden, wo er am 23. Dezember 1944 starb. Mutter und Tochter wurden am 14. Oktober 1944 in Auschwitz ermordet. Noemi wurde keine drei Jahre alt.

Rudolf Kaufmann (Lüxheim 1912 – 1944 Dachau Konzentrationslager)
Charlotte Kaufmann geb. Randerath (Eschweiler 1915 – 1944 Auschwitz Vernichtungslager)
Noemi Kaufmann (Westerbork 1941– 1944 Auschwitz Vernichtungslager)

http://eschweiler-juden.de/pages/geschichten/noemi-charlotte-und-rudolf-kaufmann

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Quellen & Impressum

Haus der Begegnung – Beth HaMifgash e.V.

mifgash.de
Die AG Geschichte besteht seit April 2014. Ihre Aufgabe ist die weitere Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in Kleve.

Autorin und Ansprechpartnerin: Helga Ullrich-Scheyda · helga@scheyda.de