Biografie von Josefine Klein
Über Josefine Klein ist nicht viel bekannt.
Geboren wurde sie am 24. Dezember 1877 im damals österreichischen Teil von Galizien, der heute zur Ukraine gehört.
Seit 1922 ist sie in Kleve nachweisbar. Damals zog sie in die Hagsche Str. 70-72 und war von Beruf Kontoristin. In dem Haus lebte möglicherweise ihre Mutter. Die verwitwete Ottilie Klein war 1850 ebenfalls in Galizien geboren. Sie starb 1927.
Seit Juni 1933 wohnte Josefine Klein in der Mühlenstraße 10.
Der jüdischen Gemeinde gehörte sie wohl nicht an und blieb möglicherweise deshalb zunächst unerkannt. Jedenfalls blieb sie in ihrer Wohnung, als die meisten Klever Juden im November 1941 gezwungen wurden, in das sogenannte „Judenhaus“ an der alten Brücke am Spoykanal zu ziehen.
Am 23. Juli 1942 wurde sie aus ihrer Wohnung in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Von dort transportierte man sie am 18. Dezember 1943 ins Vernichtungslager Auschwitz, wo sie vermutlich kurz nach ihrer Ankunft ermordet wurde.
Josefine Klein (Czarnokonce Wielkie 1877 – 1943 Auschwitz, Vernichtungslager)
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Quellen & Impressum
Haus der Begegnung – Beth HaMifgash e.V.
mifgash.de
Die AG Geschichte besteht seit April 2014. Ihre Aufgabe ist die weitere Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in Kleve.
Autorin und Ansprechpartnerin: Helga Ullrich-Scheyda · helga@scheyda.de