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Johannes Prassek

Biografie von Johannes Prassek

Johannes Prassek wurde am 13. August 1911 in Hamburg geboren. Nach dem Studium der Theologie wurde er am 13. März 1937 durch Bischof Hermann Wilhelm Berning in Osnabrück zum Priester geweiht. Seine erste Messe hielt Prassek in der Christus-König-Kirche in Haste, in der er bis 1939 wirkte. Danach ging er als Kaplan nach Lübeck.
Aus christlicher Glaubensüberzeugung kritisierte er offen das nationalsozialistische Unrechtsregime und setzte sich trotz strengster Verbote für polnische Zwangsarbeiter ein. Mit dem evangelischen Pfarrer Karl Friedrich Stellbrink tauschte Prassek Informationen ausländischer Rundfunksender und Flugblätter aus, die er auch vervielfältigte.
Als Johannes Prassek einmal von besorgten Gemeindemitgliedern vor den Folgen seines Tuns gewarnt worden war, antwortete er: "Wir Priester müssen wenigstens den Mut haben, die Wahrheit zu sagen. Sonst glauben die Leute, das alles wäre in Ordnung. Was können sie mir schon tun?"
Auf Grund einer Denunziation durch einen Gestapo-Spitzel wurde er schließlich am 18. Mai 1942 verhaftet. Am 22. Juni 1943 wurde er mit drei weiteren Geistlichen im sogenannten "Lübecker Christenprozess" angeklagt. Bereits einen Tag später wurde durch den Volksgerichtshof, der hierfür aus Berlin angereist war, das Todesurteil wegen "Zersetzung der Wehrkraft" und "Vorbereitung zum Hochverrat" verhängt. An diesem Tag schrieb er in sein Neues Testament: "Sit nomen Domini benedictum! (Der Name des Herrn sei gepriesen!) Heute wurde ich zum Tode verurteilt." Am 10. November 1943 wurde er im Gefängnis Holstenglacis in Hamburg ermordet.
Das Leben von Johannes Prassek war geprägt von großer Mitmenschlichkeit, ökumenischer Offenheit sowie einem starken Glauben an Gott, der auch während der Haftzeit ungebrochen blieb.

Quellen: Informationsblatt des Johannes-Prassek-Arbeitskreises, Katholische Kirchengemeinde Christus König Osnabrück- Haste; Ökumenisches Heiligenlexikon, online unter: http://www.heiligenlexikon.de/BiographienJ/Johannes_Prassek.html; weiterführende Literatur: Pelke, Else: Der Lübecker Christenprozess 1943. Mainz 1961.

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