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Familie Haune Rosenbusch

Biography of Haune and Dorchen Rosenbusch

Dem Borkener Bürger Feist Rosenbusch (Neustadt 56, heute Bahnhofstraße 74) war es vergönnt, 96 Jahre alt zu werden. Der jüdische Metzgermeister, hochbetagt und hoch angesehen, starb im Jahr 1928 noch zu Zeiten der Weimarer Republik (Friedhof Borken, Grab Nr. 31). Sein Sohn, Haune Rosenbusch, Jahrgang 1860, hatte weniger Glück. Er wuchs ebenfalls in der Bergbaustadt auf, musste jedoch ab dem Jahr 1933 die Schrecken der Naziherrschaft erleiden.
Auch Haune arbeitete als Metzger. Er heiratete am 11.09.1885 Dora (Dorchen) Schaumberg aus Schweinsberg bei Kirchhain. Sie hatten vier Kinder: Levi (1886), Bertha (1888), Hugo (1890), Berthold (1892). Levi starb 3-jährig, den anderen, dann erwachsenen, Kindern gelang mit ihren Familien die Emigration. Das Haus hatten sie von den Nachkommen von Leib Höxter erworben.
Das Haus Marktplatz 99 wird als gut erhaltenes 3-stöckiges Fachwerkhaus mit 4 Wohnungen und 145 qm Wohnfläche und als eines der schönsten Fachwerkhäuser am Markt beschrieben. Am 02.09.1937 wurde das Gebäude an Konrad Rommeis für RM 7.300 verkauft.
Haune und Dorchen mussten im Juli 1938 nach Frankfurt umziehen. Sie wurden 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und dort ermordet. Tochter Bertha heiratete 1909 Daniel Westheim aus Abterode. Daniel starb schon 1914, Bertha zog zurück nach Borken, konnte emigrieren und starb im Jahr 1947 in ihrer neuen Heimat Wellington. Hugo und Berthold starben hochbetagt 90- und 91- jährig in den 1980er Jahren in Australien.

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