Biography of Alice Sabath, Elsa Sabath and 3 more
Alice Sabath wurde am 21.11.1905 in Prag geboren. Sie wurde am 12.07.1942 nach Auschwitz gebracht und starb dort wahrscheinlich im selben Jahr.
Elsa Sabath wurde am 18.07.1888 in Prag geboren. Sie war Lebensmittel- und Versandhändlerin und erlag der Boykottierung 1933, sowie der "Arisierung" Ende 1938/Anfang 1939 jüdischer Geschäfte. Sie wurde zur Zwangsarbeit in einer Fabrik eingesetzt und am 12.07.1942 in das KZ Theresienstadt gebracht. Wohl soll sie am 04.10.1944 auch nach Auschwitz gekommen sein und dort im selben Monat den Tod gefunden haben.
Hans Sabath wurde am 06.04.1920 vermeintlich in Dresden geboren. Er kam 1938 nach Sachsenhausen, wobei er im selben Jahr mithilfe einer jüdischen Organisation nach Palästina emigrieren konnte. Nach 1939 bis 1945 trat er in den Kriegsdienst der britischen Armee in die "Jüdische Brigade". 1945 siedelte er sich dann nach Palästina in einem Kibbuz an und lebte später in Petah-Tikwah, Gan Shlomo. Er war in der israelischen Armee bis zu seiner Pensionierung tätig. 2012 lebte er noch in Israel.
Käthe Sabath wurde am 04.09.1917 vermeintlich in Dresden geboren. Sie war Ladengehilfin und wurde am 12.07.1942 nach Auschwitz gebracht. Dort starb sie wohl noch im selben Jahr.
Martha Steglich (geb. Sabath) wurde am 26.08.1907 in Prag geboren. Sie war betroffen von Belegungen mit Ausgangssperren, Vorladungen und Wohnungsdurchsuchungen, wobei sie durch einen Attest keine Zwangsarbeit leisten musste. Im Februar 1945 war es für Martha vorgesehen nach Theresienstadt für den "Arbeitseinsatz" transportiert zu werden. Um das zu vermeiden und sich vor staatlichen Maßnahmen zu schützen nahm sie Tabletten ein, von denen sie lebensgefährliche gesundheitliche Schäden mit sich trug. Am 19.04.1945 floh sie aus Bautzen kurz vor dem Eintreffen der Roten Armee. Nach 1945 wird Martha als Schwerbeschädigte (50%) aufgrund von schweren seelischen und körperlichen Schäden aus der NS-Zeit eingestuft. Sie wird am 26.01.1953 als Verfolgte des Naziregimes anerkannt. 1954 wird sie dann nach Darmstadt in die Bundesrepublik Deutschland umgesiedelt und 1957 kommt es zu einem Vergleich mit dem Land Hessen über eine Entschädigung in Höhe von 1844 DM als "Opfer nationalsozialistischer Unrechtmaßnahmen". Martha starb am 14.05.1961 in Darmstadt.
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Bautzen, 29. Juli 2024