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Geschichtsort Lahr: Alfred Frank, Werderstr. 46

Biography of Alfred Frank

An dieser Stelle liegt kein Stolperstein.

Hier war das Elternhaus von Alfred Frank. Indes verbrachte er den größten Teil seines Lebens in Leipzig.
Der letzte freiwillig gewählte Wohnort vor Verhaftung und Ermordung in Dresden am
1945 nach Todesurteil 1944 war das Haus in der Alfred-Frank-Straße 11 in Leipzig-Schleußig, (vormals Quandtstrasse, 1946 umbenannt)

Der Werdegang

Als 13. Kind der Gärtnerfamilie Wilhelm und Wilhelmine Frank, geborene Schmidt, wurde Alfred Frank am 28. Mai 1884 in der Werderstraße in Lahr geboren. Nach der Volksschule ging er bei der Lahrer Firma Ernst Kaufmann von 1898 bis 1902 in die Lithographen-Lehre. Nach beruflichen Stationen in Offenbach und Nancy sowie einer großen Italienreise ließ er sich 1906 als Lithograph in Leipzig nieder. Dort besuchte er die Abendschule und später folgte ein Studium an der Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig.

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Alfred Frank liebte die Natur, er reiste gern und viel und ließ sich durch die Eindrücke der Reisen zu seinen Werken inspirieren. Das zeigen zwei Gemälde, die im Foyer des Stadtmuseums in Lahr zu sehen sind.

Sein thematischer Schwerpunkt lag jedoch auf den sozialen Fragen seiner Zeit und der politischen Kunst. Auch solche Arbeiten zeigt der aktuelle "Einblick" in Reproduktion.

Schon während seiner Ausbildung zum Chromolithografen hatte Alfred Frank die Kunstgewerbeschule in Lahr besucht. In Leipzig bot ihm die Akademie der grafischen Künste mit Abendkursen und später im regulären Studium die Möglichkeit, sein künstlerisches Talent weiter auszubilden. Seine besondere Stärke lag im Bereich der Radierung, sein druckgrafisches Werk umfasst 380 Blätter von hoher Qualität, dazu kommen zahlreiche Zeichnungen sowie Aquarelle und einzelne Gemälde.

Alfred Frank war im kommunistischen Widerstand aktiv und wurde deswegen mehrfach inhaftiert und schließlich am 19.Juli 1944 wegen "Wehrkraftzersetzung, Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung" vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 12. Januar 1945 in Dresden im Hof des Landgerichts vollstreckt.
Quelle: Textliche Auszüge aus Zeitungsbericht BZ von Thorsten Mietzner, (BZ vom Di, 06. Februar 2024) und anderen Quellen, redigiert für diesen Eintrag von bertram bliss.

In Leipzig gab es zu Zeiten der DDR etliche Erinnerungen an Alfred Frank in Form der Benennung von Plätzen, Schulen etc.
Einige sind noch heute nach ihm benannt, einen Stolperstein gibt es dort indes noch nicht, am Haus indes ist eine Gedenktafel angebracht.

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Stolpersteininitiativen Lahr, Friesenheim, Schuttern, Nonnenweier, Kippenheim

Als kurze Vorabinfo: Grundlagen für die Stolpersteine in Lahr wurden gelegt durch intensive Recherchen und Veröffentlichungen von Hildegard Kattermann. Weiterhin durch intensive Recherchen und Bearbeitung von Gardy Ruder.
Die hier dargestellten Inhalte und Quellenmaterial werden recherchiert, vorbereitet, gesammelt und bereitgestellt durch den Historischen Verein Mitelbaden, Ortsgruppe Geroldsecker Land Projektgruppe Stolpersteine. Intensiv in die Arbeit mit eingebunden sind insbesondere Doris Gerteis, Bertram Bliss sowie durch städtische Unterstützung Elise Voerkel und Thorsten Mietzner vom Stadtarchiv Lahr.

Im Schuljahr 2013/2013 wurde in Zusammenarbeit mit der Schulklasse 10a der Friedrichschule unter Leitung ihrer Lehrerin gemeinsam mit dem Herausgeber Historischer Verein Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldsecker Land mit vielen hier Unerwähnten ein kleines Buch als Anfang der öffentlich zugänglichen Dokumentation der Verfolgung und Ermordung von Lahrer Bürgern während des nazionalsozialistischen Terrorregimes erstellt.
ISBN978-3-89735-865-2.
Aktuell wird an einer erweiterten Neuauflage gearbeitet.

Inzwischen werden hier neben den Stolpersteinen in Lahr auch die der Nachbargemeinden Friesenheim, Schuttern dargestellt und eingepflegt.
Auch die Steine in Schwanau und Kippenheim werden inzwischen mit verortet.

Recht herzlichen Dank für die Zurverfügungstellung der externen Informationen an
- Ekkehard Klem, Friesenheim
- Martin Buttenmüller, Schuttern
- Stolpersteininitiative um Dagmar Frenk sowie Martin Frenk mit Norbert Klein sowie
Pfadfindergruppe Regenbogen, Nonnenweier.
- Jürgen Stude als Vertreter des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim.

Die Stolpersteine in Lahr werden regelmässig in Zusammenarbeit mit Lahrer Schülern gereinigt, seit 2023 führt der Projekttag mit Gruppenarbeit schulübergreifend in die Geschichte ein.

Neben Stolpersteinen sind auch Orte der Erinnerung mit dargestellt, welche im Zusammenhang mit den Stolpersteinen und der Geschichte der Verfolgung relevant sind.
Geschlechts- und Alterszuordnung ist bei Orten der Erinnerung programmbedingt nicht vermeidbar und nicht relevant.

Die Inhalte des Stolpersteine-Guide für Lahr und die oben genannten Umlandgemeinden werden administrativ verwaltet von Bertram Bliss, Fichtestr. 58 in Lahr.

Lahr, den 27.01.2025