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Marie Hartmann

Biography of Marie Hartmann

Marie wurde in Erlangen geboren, wuchs aber dann in Apolda auf, weil ihr Vater hier eine Arbeit als Stricker fand. Sie besuchte die Schule mit Erfolg und ging nach Abschluss der Schule als Näherin in eine Textilfabrik. Weil sie dort Ärger bekam, suchte sie sich eine neue Stelle im Sophienkrankenhaus Weimar. Schon zwei Tage später brachte man sie nach Hause, weil sie wirr sprach, und es wurde eine Hebephrenie, eine Jugendform der Schizophrenie diagnostiziert. Die folgenden Jahre gab es ein ständiges Behandlungsmartyrium, weil ihr Leben ständig im Wechsel von Zuhause und der Nervenklinik Jena verlief. Das weitere Schicksal von Marie: Am 20. September 1940 wurde sie mit anderen Patienten aus Blankenhain in die Landesheilanstalt Zschadrass in Sachsen verlegt. Das war für die Patienten aber nur ein „Zwischenlager“, um sie bei Bedarf in die Heilanstalt Sonnenstein zu bringen, um sie dort mit Kohlenmonoxid zu töten. Für Marie war es am 27. November 1940 soweit. Mit etwa 30 anderen Leidensgenossen wurde sie nach Sonnenstein gebracht und noch an diesem Tag umgebracht. Patin des Steins ist Marion Schneider, Auerstedt.

HIER WOHNTE
MARIE HARTMANN
JG. 1901
EINGEWIESEN 1928
LANDESHEILANSTALT BLANKENHAIN
'VERLEGT'27.11.1940
PIRNA-SONNENSTEIN
ERMORDET 27.11.1940
'AKTION T4'

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