Biography of Gustav Cahn
Gustav Cahn (*1864) kam als Achtjähriger mit seinen Eltern von Iserlohn nach Bentheim. Die Familie hatte vorher in Ottweiler bei Trier gewohnt.
Wegen einer starken Sehbehinderung konnte Gustav Cahn keinen Beruf erlernen. Er lebte zunächst im Hause seiner Eltern, war unverheiratet und vorübergehend als Stadtbote beschäftigt.
Nach dem Tode seiner Eltern erhielt er im Paulinenkrankenhaus Unterkunft und Versorgung. Hier verrichtete er Botengänge und leichte Arbeiten. Als sich sein Augenleiden verschlechterte, wurde er von der Synagogengemeinde unterstützt.
Nach 1933 zog er zu Joel Wertheim, Wilhelmstraße 36.
Nur wenige Menschen halfen ihm; namentlich bekannt sind die Familie Somberg in der Schulstraße (heute Franziskusstaße), Familie Gosejacob, Pastuninkstraße und Familie Steenhorst, Schlossstraße. Familie Somberg versorgte seine Wäsche und unterstützte ihn bei der Körperpflege, Johanne Gosejacob schrieb für ihn die Briefe an seine Verwandten in den USA.
Am 2. Februar 1942 wurde er im Alter von 78 Jahren und fast blind zwangsweise nach Osnabrück in ein so genanntes "Judenhaus" gebracht. Er wurde am 31. Juli desselben Jahres nach Theresienstadt deportiert und am 23. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka gebracht. Diese Transsporte galten als Todestranssporte.
STOLPERSTEIN Gustav Cahn Paten: Frauenkreis der ev.- altref. Gemeinde Bad Bentheim
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Dina Zilversmit geb. Grünwald170 m
Hildegard Löhnberg geb. Wertheim280 m
Joel Wertheim290 m
Gustav Wertheim400 m
Magda Frank geb. Neter470 m
Frieda Portje geb. Lehrberger500 m
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Projektgruppe Stolpersteine
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Redaktion: Hermann de Leve, Schüttorf
Liesel Schmidt, Bad Bentheim
Bezugsquelle: Tourist-Information Bad Bentheim, Schlossstraße 18
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