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Maria Enz, Hauptstraße 30 (heute Parkplatz), Schuttern

Biography of Maria Enz

Maria Enz wurde am 19. Dezember 1888 als Tochter des Valentin Enz und der Louise geb. Biegele in Schuttern geboren. Sie wohnte in der Schutterner Hauptstraße neben dem Gasthaus Adler.
Bei der Schutterer Jugend wurde sie aufgrund ihres "angeborenen Schwachsinns" Diddl-Duppl-Marie genannt. Unter anderem sammelte Sie in einem alten Kartoffesack Steine und Stöckchen. Diese durfte Sie sogar am Sonntag in der Kirche mit Duldung des damaligen Pfarrers Landis während des Gottesdienstes mit anderen tauschen.
Zum 24. Februar 1937 wurde Sie in die Kreispflegeanstalt Fussbach eingewiesen, wo sie als ungeordnet und arbeitsunfähig eingeordnet wurde.
Am 13.06.1940 wurde Sie ohne das Wissen ihrer Angehörigen (ihrer Schwestern) nach Grafeneck verbracht, wo Sie am 1. Juli 1940 im Rahmen der Aktion T4 ermordet wurde.
Nach Angabe im Familienbuch der Kath. Pfarramts in Schuttern war sie an Wanderröte und Blutvergiftung gestorben.

Der Stolperstein für Maria Enz wurde auf Initiative des Historischen Vereins Schuttern 603 e.V. am 10.Juli 2010 von Gunter Demnig verlegt.

Übernommen aus Unterlagen von Martin Buttenmüller, Historischer Verein Schuttern 603 e.V. sowie redigiert von bertram bliss.

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All Stolpersteine in Lahr und Umland

Sources & Imprint

Stolpersteininitiativen Lahr, Friesenheim, Schuttern, Nonnenweier, Kippenheim

Als kurze Vorabinfo: Grundlagen für die Stolpersteine in Lahr wurden gelegt durch intensive Recherchen und Veröffentlichungen von Hildegard Kattermann. Weiterhin durch intensive Recherchen und Bearbeitung von Gardy Ruder.
Die hier dargestellten Inhalte und Quellenmaterial werden recherchiert, vorbereitet, gesammelt und bereitgestellt durch den Historischen Verein Mitelbaden, Ortsgruppe Geroldsecker Land Projektgruppe Stolpersteine. Intensiv in die Arbeit mit eingebunden sind insbesondere Doris Gerteis, Bertram Bliss sowie durch städtische Unterstützung Elise Voerkel und Thorsten Mietzner vom Stadtarchiv Lahr.

Im Schuljahr 2013/2013 wurde in Zusammenarbeit mit der Schulklasse 10a der Friedrichschule unter Leitung ihrer Lehrerin gemeinsam mit dem Herausgeber Historischer Verein Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldsecker Land mit vielen hier Unerwähnten ein kleines Buch als Anfang der öffentlich zugänglichen Dokumentation der Verfolgung und Ermordung von Lahrer Bürgern während des nazionalsozialistischen Terrorregimes erstellt.
ISBN978-3-89735-865-2.
Aktuell wird an einer erweiterten Neuauflage gearbeitet.

Inzwischen werden hier neben den Stolpersteinen in Lahr auch die der Nachbargemeinden Friesenheim, Schuttern dargestellt und eingepflegt.
Auch die Steine in Schwanau und Kippenheim werden inzwischen mit verortet.

Recht herzlichen Dank für die Zurverfügungstellung der externen Informationen an
- Ekkehard Klem, Friesenheim
- Martin Buttenmüller, Schuttern
- Stolpersteininitiative um Dagmar Frenk sowie Martin Frenk mit Norbert Klein sowie
Pfadfindergruppe Regenbogen, Nonnenweier.
- Jürgen Stude als Vertreter des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim.

Die Stolpersteine in Lahr werden regelmässig in Zusammenarbeit mit Lahrer Schülern gereinigt, seit 2023 führt der Projekttag mit Gruppenarbeit schulübergreifend in die Geschichte ein.

Neben Stolpersteinen sind auch Orte der Erinnerung mit dargestellt, welche im Zusammenhang mit den Stolpersteinen und der Geschichte der Verfolgung relevant sind.
Geschlechts- und Alterszuordnung ist bei Orten der Erinnerung programmbedingt nicht vermeidbar und nicht relevant.

Die Inhalte des Stolpersteine-Guide für Lahr und die oben genannten Umlandgemeinden werden administrativ verwaltet von Bertram Bliss, Fichtestr. 58 in Lahr.

Lahr, den 27.01.2025