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Moritz Roß und Klara Roß

Biography of Moritz and Klara Roß

Nathan, der Vater von Moritz Roß wurde am 26. Februar 1859 in Groß-Karben geboren. Seine Frau Lina Strauss (Lina Roß) stammte ebenfalls aus Groß-Karben. Sie starb 1922, und Nathan 1936. Moritz Roß kam am 22. Juni 1888 in Groß-Karben auf die Welt. Er lebte im gleichen Haus wie sein Vater Nathan. Außerdem übernahm er die Manufakturenhandlung. Man weiß nicht ob er Geschwister hatte.

Moritz diente auch im Ersten Weltkrieg als Soldat, dort erlitt er eine Verletzung am Bein welches dann amputiert werden musste. Da er am Krieg teilgenommen hatte bekam er ein Eisernes Kreuz welches jedem gegeben wurde der teilgenommen hatte. Er heiratete am 15. September 1919 auch Klara Fuld (Roß) aus Himbach. 1931 leite sie Geld von Moritz um eine Synagoge bauen zu lassen. Er war auch Teil eines Männergesangvereins in Groß-Karben namens Frohsinn. Moritz und Klara haben keine Kinder. Moritz wanderte nach 1935 nach Palästina aus. Dort konnte er jedoch wegen seiner Verletzung nicht leben. Als Folge der „Dritten Verordnung zum Reichsbürgergesetz“ von 1938, die die Registrierung und Kennzeichnung verlangte, meldet Moritz Roß sein Geschäft in Groß- Karben ab. Schon in den Jahren zuvor war zum Boykott jüdischer Geschäfte aufgerufen worden.

Sie zogen daraufhin im Dezember 1938 in die Herderstraße 25 in Frankfurt, außerdem konnten sie nicht ausreisen, da kein Land Moritz als Kriegsversehrten aufnehmen konnte. Dazu zieht Klaras Schwester Lilli samt ihrer Familie aus Himbach in die Wohnung ein. Moritz musste jedoch die gesamte Miete zahlen welches die finanzielle Situation noch kritischer machte.

Dementsprechend schrieb Moritz Ross am November 1939 ein Schreiben an die Devisenstelle in Frankfurt, in dem er um einen monatlichen Zuschuss bittet. Demzufolge bekamen sie ein Konto in dem sie jeden Monat 200 Reichsmark abheben konnten.

Zwei Jahre später im Jahre 1941 wird die ganze Familie von Moritz Schwager in ein litauisches Ghetto Kaunas deportiert und erschossen.

Am 15. September 1942 werden Moritz und Klara an ihrem Hochzeitstag in das Ghetto Theresienstadt gebracht. Danach werden sie nach Auschwitz deportiert und ermordet.

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Initiative “Stolpersteine in Karben“

Hartmut Polzer
Robert-Koch-Str.1, 61184 Karben

In Kooperation mit der Kurt-Schumacher-Schule in Karben in der Projektwoche zum Thema: "Karbener Stadtgeschichte - Digital: Stolpersteine in Karben als App" angeleitet durch Ann-Kathrin Schouwenburg (Geschichtslehrkraft).

Die Texte zu den Stolpersteinen und der Stolperschwelle wurden von den folgenden Schüler*innen verfasst:
Alivkin, Kevin; Decker, Sarah; Demirci, Batuhan; Kiehl, Arvid; Knochenhauer, Maik; Leonhard, Jannis; Malkwitz, Annabelle; Meister, Alva; Nalbant, Seyma; (Oechler, Lars); Steinert, Amon; Steinert, Kara; Straka, Melanie; Toma, Ruben; (Züsch, Elias)