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Viktor Berger Geroldsecker Vorstadt 35, Lahr

Biography of Viktor Berger

Viktor Berger
wurde am 11. Mai 1906 in Enzisheim im Elsass geboren. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Korbmacher und Händler. Mit seiner Frau hatte er 5 Kinder. Als Jenischer war Viktor Berger den Behörden von vornherein verdächtig, für die Nationalsozialisten fiel er in die schwammige Ausgrenzungskategorie „asozial“.
Am 20. Mai 1938 wurde er in Lahr verhaftet. In einer Aktion der Kriminalpolizei unter dem Titel „Arbeitsscheu“ wurden im Juni 1938 mehr als 10 000 Menschen im ganzen Reich verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Viktor Berger wurde nach Buchenwald deportiert, wo er durch Schläge eines Aufsehers ein Auge verlor.
Am 27. September 1939 wurde er aus dem KZ entlassen. Ein halbes Jahr später wurde er gegen seinen Willen im Bezirkskrankenhaus Lahr zwangssterilisiert.
In den 1940er Jahren arbeitete Viktor Berger als Hilfsarbeiter in einer Alteisenhandlung in Lahr.
Er starb 1970 in Lahr.

Verlegung des Stolpersteins am 08.09.2022 mit Gedenkfeier und Familientreffen

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Sources & Imprint

Stolpersteininitiativen Lahr, Friesenheim, Schuttern, Nonnenweier, Kippenheim

Als kurze Vorabinfo: Grundlagen für die Stolpersteine in Lahr wurden gelegt durch intensive Recherchen und Veröffentlichungen von Hildegard Kattermann. Weiterhin durch intensive Recherchen und Bearbeitung von Gardy Ruder.
Die hier dargestellten Inhalte und Quellenmaterial werden recherchiert, vorbereitet, gesammelt und bereitgestellt durch den Historischen Verein Mitelbaden, Ortsgruppe Geroldsecker Land Projektgruppe Stolpersteine. Intensiv in die Arbeit mit eingebunden sind insbesondere Doris Gerteis, Bertram Bliss sowie durch städtische Unterstützung Elise Voerkel und Thorsten Mietzner vom Stadtarchiv Lahr.

Im Schuljahr 2013/2013 wurde in Zusammenarbeit mit der Schulklasse 10a der Friedrichschule unter Leitung ihrer Lehrerin gemeinsam mit dem Herausgeber Historischer Verein Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldsecker Land mit vielen hier Unerwähnten ein kleines Buch als Anfang der öffentlich zugänglichen Dokumentation der Verfolgung und Ermordung von Lahrer Bürgern während des nazionalsozialistischen Terrorregimes erstellt.
ISBN978-3-89735-865-2.
Aktuell wird an einer erweiterten Neuauflage gearbeitet.

Inzwischen werden hier neben den Stolpersteinen in Lahr auch die der Nachbargemeinden Friesenheim, Schuttern dargestellt und eingepflegt.
Auch die Steine in Schwanau und Kippenheim werden inzwischen mit verortet.

Recht herzlichen Dank für die Zurverfügungstellung der externen Informationen an
- Ekkehard Klem, Friesenheim
- Martin Buttenmüller, Schuttern
- Stolpersteininitiative um Dagmar Frenk sowie Martin Frenk mit Norbert Klein sowie
Pfadfindergruppe Regenbogen, Nonnenweier.
- Jürgen Stude als Vertreter des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim.

Die Stolpersteine in Lahr werden regelmässig in Zusammenarbeit mit Lahrer Schülern gereinigt, seit 2023 führt der Projekttag mit Gruppenarbeit schulübergreifend in die Geschichte ein.

Neben Stolpersteinen sind auch Orte der Erinnerung mit dargestellt, welche im Zusammenhang mit den Stolpersteinen und der Geschichte der Verfolgung relevant sind.
Geschlechts- und Alterszuordnung ist bei Orten der Erinnerung programmbedingt nicht vermeidbar und nicht relevant.

Die Inhalte des Stolpersteine-Guide für Lahr und die oben genannten Umlandgemeinden werden administrativ verwaltet von Bertram Bliss, Fichtestr. 58 in Lahr.

Lahr, den 27.01.2025