Biography of Elisabeth Meyer
Elisabeth Stein wurde 1886 in Hagen bei Lüneburg als Tochter eines Arbeiters geboren[1].
1910 hatte sie in Stade den aus Buchholz stammenden Arbeiter August WiIlhelm Meyer geheiratet.
Von Beruf war sie Dienstmagd, seit 1928 arbeitete sie als Reinigungskraft auf dem Postamt in Stade, während ihr Mann oft arbeitslos war.
Seit Anfang 1920 war das Ehepaar in der SPD organisiert, und Elisabeth Meyer war darüber hinaus auch politisch aktiv. Sie soll beispielsweise an Flugblattverteilaktionen teilgenommen haben. Der ehemalige SPD-Ortsvorsteher und heutige Ehrenbürger der Stadt Stade, Ludwig Jürgens, beschrieb Elisabeth Meyer aus der Erinnerung als eine "sehr ruhige, gesammelte Frau", die ihre politische Gegnerschaft zum Nationalsozialismus nicht verbarg.
Wohl wegen ihrer offen regimekritischen Haltung wurde sie am 21. Oktober 1943 im Alter von 57 Jahren verhaftet, wenngleich ihr formal ein "Rundfunkvergehen", also das Hören "feindlicher" Radiosender, zur Last gelegt wurde.
Elisabeth Meyer wurde und in das KZ Ravensbrück deportiert. Dort ist sie nur 6 Monate nach ihrer Verhaftung, am 21. April 1944, gestorben.
[1] vgl. Jürgen Bohmbach, "Alltag und Verfolgung", S.229.
Quelle:
http://www.stolpersteine-stade.de/?p=biografien&bioid=4
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