Biography of Clara Lehrs
Clara Lehrs, geb. Löwenthal
engagiert für Waldorf-Schüler*innen und Kinder mit Lernschwäche
7. Oktober 1871 Schwerin – 29. September 1942 Treblinka
Clara Lehrs konvertierte mit ihrem Mann Ernst Julius, der 1918 starb, vom Judentum zum Christentum.
1927 folgte sie ihrem Sohn Leopold, einem Waldorf-Lehrer, nach Stuttgart und eröffnete in der Schellbergstr. 20 eine Pension für auswärtige Waldorf-Schüler*ìnnen.
Trotz hoher Kriegsauszeichnungen wurde Leopold Lehrs 1933 aus dem Schuldienst entlassen, er emigrierte über Holland nach England. Die Nazis schlossen die Waldorfschule im Jahr 1938.
Der Lehrer Karl Schubert konnte jedoch seine Klasse für Kinder mit Lernschwäche im Haus von Clara Lehrs unterrichten. Auch als sie 1939 zum Verkauf ihres Hauses gezwungen wurde, gelang es, etwa 20 Kinder dem Zugriff der Gestapo zu entziehen.
Alle überlebten im „Haus Lehrs“.
Leopold Lehrs versuchte vergeblich, seiner Mutter zur Flucht zu verhelfen.
Am 7. Oktober 1941 wurde Clara Lehrs nach Rexingen bei Horb zwangsumgesiedelt, später nach Theresienstadt bei Prag.
Im September 1942 wurde Clara Lehrs in das Vernichtungslager Treblinka transportiert und ermordet.
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