Biography of Maria Linner
Maria Linner, am 22. Februar 1899 in Dachau unehelich geboren, lebte mit ihrer Familie in der Herbststraße.
Mit 13 Jahren verletzte sie sich am Fuß, durch eine Entzündung kam es zu einer Vereiterung in beiden Ohren und sie wurde schwerhörig. Nach dem Schulbesuch hielt sie sich in der Taubstummenanstalt Hohenwart auf. Dort zur Näherin ausgebildet, arbeitete sie während des 1. Weltkrieges zeitweise im Haushalt ihrer Schwester. 1918 in der Pulver- und Munitionsfabrik und dann wieder als Dienstmädchen beschäftigt, verschlimmerte sich in dieser Zeit ihre Hörminderung. Schließlich wurde sie taub. Im Dezember 1934 wohnte sie im Bürgerspital, einem Haus für unterstützungsbedürftige Menschen in Dachau. Sie entwickelte Ängste und beklagte Diebstähle und vermeintliche Unterschlagungen. 1935 wurde sie wegen „Verfolgungswahn“ in verschiedene psychiatrische Anstalten eingewiesen. Die Ärzte stellten fest, dass ihre Verfolgungsideen als nicht krankhaft einzuordnen seien. Sie hoffte auf Entlassung. Dazu kam es nicht. Am 7. November 1940 wurde sie nach Linz und von dort in die Tötungsanstalt Schloss Hartheim gebracht. Im Rahmen des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Programms erstickte sie in der dortigen Gaskammer entweder am 7. November 1940 oder einige Tage später.
Weitere Informationen: https://www.dachau.de/tourismus/kz-gedenkstaette/stolpersteine.html
Text und Recherche Frau Brigitte Fiedler, Gästeführerin der Stadt Dachau
Media
Photos
Free thanks to your help
This biography is free to read. If you like the Stolpersteine Guide, we would be glad of a small contribution.
Thanks to Martin Schreyer, Claudia Körner, Anett Humboldt, Peter Hein and 6 more.Stolpersteine nearby
Thomas Bleisteiner280 m
Anton Felber910 m
Johann Eisenmann1.1 km
Julius Kohn1.4 km
Alwine Dölfel1.4 km
Dr. Samuel Gilde1.5 km
Sources & Imprint
Amt für Kultur, Tourismus und Zeitgeschichte
Große Kreisstadt Dachau
Konrad-Adenauer-Straße 2-6
D-85221 Dachau
GERMANY
E-Mail: stadt@dachau.de
Web: www.dachau.de
Telefon: +49 8131 75-0