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Familie Weil-Sommer und Elise

Biography of Elise Weil

Emanuel Weil wurde am 27.1.1871 in Kusel geboren. Er unterhielt in der Bahnhofstraße 39 ein Handelsunternehmen. Er heiratet Elise Mayer, genannt Eppstein, geboren am 21.1.1871 in Gemünden und hat mit ihr 4 Kinder: Paula, geboren am 11.4.1898, Hugo, geboren am 15.2.1900, Berthold, geboren am 15.2.1900, Otto, geboren am 2.10.1902.
Emanuel Weil starb am 29.10.1924 in Kusel. Seine Frau Elise verpachtete sodann das Geschäft. Im November 1938 wurde der Sohn Otto nach Dachau deportiert und später weiter in das Lager Buchenwald. Von dort wurde er mit der Auflage entlassen, über England nach China zu reisen, um dort Zuflucht in Shanghai zu finden. Da jedoch am 1.September der Polenfeldzug begann, konnte er England nicht mehr verlassen, wurde dort schließlich eingebürgert und heiratetete dort auch nach dem Krieg. Sohn Hugo starb schwer krank im Zuge der Ausweisung aus Kusel vom 11.11.1938 in einer Klinik in Heidelberg am 13.11.1938. Sohn Berthold heiratete Emma Schummel aus Diedelkopf, eine Protestantin. Aus dieser Ehe gingen 3 Söhne hervor, wovon einer mit 17 Jahren am 16.10.1944 unter nicht geklärten Umständen ums Leben kam. Der Vater Berthold starb am 24.11.1939 in Kusel.

Schwester Paula Sommer, Frau des Landrats Arthur Sommerwurde noch am 10.3.1945 gemeinsam mit Gertrud Keller, geb. Binnes, nach Theresienstadt deportiert. Beide Frauen wurden später von der Roten Armee befreit.
Nur Elise Weil aus dieser Familie wird im Jahre 1942 mit 71 Jahren aus Kusel nach Theresienstadt deportiert und dort im April 1944 ermordet. Alle anderen genannten Familienmitglieder überlebten.

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Sources & Imprint

Bündnis gegen Rechtsextremismus, Kusel

Sprecher des Bündnisses ist: Hans-Christian von Steinaecker
Christian Böhmerweg 12
D 66869 Kusel
Telefon: 06381/ 6008117
Mobil: 0171 640 22 92
E-mail: hcfrost137@outlook.de
In einem umfangreichen Buch ist das Schicksal aller damaligen jüdischen Mitbürger dargelegt. Es trägt den Titel: "... auf Lastwagen fortgeschafft"
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