Biography of Josef Ludwig
Grabenstraße 21
Josef Ludwig wurde am 8. März 1889 in Limburg geboren. Nach der Klempner-Lehre leistete er ab 1911 seine Militär-Dienstzeit ab und blieb wegen des Kriegsausbruchs bis 1918 Soldat.
Er war mit Katharina Heibel verheiratet. Das Ehepaar hatte vier Kinder.
Josef Ludwig engagierte sich in der SPD und kandidierte 1919 erstmals für die Stadtverordnetenversammlung. 1922 wurde er Mitglied des Betriebsrates im Bahnausbesserungswerk, 1924 dessen Vorsitzender. Seit 1924 saß er in der Stadtverordnetenversamlung und war seit 1927 Vorsitzender der Limburger SPD. 1933 war er der einzige SPD-Vertreter in der Stadtverordnetenversammlung.
Während des Dritten Reiches hielt er Kontakt zu Gewerkschaftern und Sozialdemokraten. 1940 wurde Josef Ludwig verhaftet und wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Bis 1942 saß er im Gefängnis Frankfurt-Preungesheim. Nach dem Attentat vom 20. Juli wurde er am 21. August 1944 erneut festgenommen und ins KZ Dachau gebracht. Hier starb er am 2. April 1945 an den Folgen der Haft.
Ihm zu Ehren wurde 1946 die bisherige Wörthstraße in „Josef-Ludwig-Straße“ umbenannt.
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